Full text: Hessenland (15.1901)

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ZUM Krirgsjlchr 1759. > 
I. Die Operationen des Herzogs Ferdinand mn Kronnschmeig gegen die 
Franrolen in Hellen im Frnhjohre IT'ZA. 
Von Dr. phil. Vergor tu Gießen. 
I. 
Die Operationen gegen die Franzosen in 
Hessen bis zur Schlacht bei Minden. 
Die beiderseitige Lage der kriegführenden Parteien gegen 
Ende des Jahres 1758 bis zum Mär; 1759. 
Ans bem- Kriegsschauplätze in Westfalen war 
Mitte Oktober 1758 für die Sache der Verbündeten 
insofern eine Wendung zum Bessern eingetreten, 
als durch das schnelle Erscheinen und das that 
kräftige Eingreifen des Herzogs Ferdinand 
von Braunschweig der Anschlag des französischen 
Marschalls Contades auf Lippstadt und den 
wichtigen Stützpunkt Münster vollständig vereitelt 
wurde und damit die beabsichtigte Verbindung 
mit der in Hessen stehenden Soubise'scheu 
Armee scheiterte. Contades, dem es wohl offenbar 
infolge der Wirkung der Schlacht bei Krefeld an 
*) Quellen: 
A. Nrchivalien des Königl. Preuß. Staatsarchivs zu 
Marburg: 
1. Nelation von der Alliirten armee im 7jähr. Krieg. 
Suppl. Bd. 3. 1759. 
2. Journal und Nel. von der Alliirten Armee im 
7jähr. Krieg. Bd. X. 1759. 
Darunter: Weitere Nel. und Journals des 
Generallieutenants v. Wutginau, die Campagne 
in Westphaleu betr. vom 6. Sept. bis 16. Dez. 1759. 
3. Kriegssachen 1759. 
B. Karten: 
4. Karten zum Generalstabswerk über den 7jähr. Krieg. 
5. Karten zu: »IReatre de In guerre presente on 
Allemagne.“ Paris 1760. Supplement. 
6. Plan de l’action pres de Bergen . . . , donne 
le 13 avril 1759. (Marburger Archivs 
0. Druckschriften: 
7. I. W. v. Archenholtz, Gesch. des 7jähr. Krieges 
in Deutschland. 11. Aust. 1879. 
8. Gesch. des 7jähr. Krieges. Mit Ben. authent. 
Quellen. Bearb. von den Offizieren des großen 
Generalstabs. 8 Bde. . Berlin 1824—47. 
9. Frederic II., Histoire de la guerre de sept 
ans. (Oeuvres 1Y. Y.) 
Muth fehlte, einen entscheidenden Schlag gegen 
den Herzog Ferdinand zu führen, hielt es für 
rathsam, sich in seine Winterquartiere hinter den 
Rhein zurückzuziehen, und verlegte sein Haupt 
quartier nach Wesel. 
Prinz Soubise hielt sich durch Contades' Rück 
zug im nördlichen Hessen auf die Dauer auch 
nicht sicher und plante seinen Rückzilg nach deut 
Main hin, um seine vorjährigen Winterquartiere 
zwischen Lahn und Main wieder einzunehmen, zu 
deren Sicherung ihm Marburg, Gießen und 
Friedberg dienen sollten. 
Diese kleinere französische Armee unter Soubise 
zu zersprengen und vom Main abzudrängen, 
mußte das Ziel der künftigen Operationen des 
Herzogs von Braunschweig sein. Darüber war 
sich Ferdinand vollständig klar; denn noch ehe 
Contades den Rhein erreicht hatte, schrieb er am 
10. November 1758**) an den König Friedrich II.: 
10. F. Hirsch, Zwei Jahre (1758 u. 1759) des 7jähr. 
Krieges. sHist. Z. Nr. 862. XXVII.] 
11. E. v. d. Knesebeck, Ferdinand, Herzog zu 
Braunschweig, während des 7jähr. Krieges. 2 Bde. 
Hannover 1857 u. 1858. 
12. I. v. Mau v illon, Gesch. Ferdinand's, Herzogs 
von Braunschweig-Lüneburg. 2 Bde. Leipzig 1794. 
13. v. Reden, Feldzüge der alliirten Armee v. d. 
Jahre 1759—62, nach dem Tagebuch des General 
adjutanten, späteren Feldmarschalls. I. Th. Ham 
burg 1805. 
14. C. Renouard, Gesch. des Krieges in Hannover, 
Hessen u. Westphalen von 1757—1768. 3 Bde. 
Kassel 1863 n. 1864. 
15. F. A. v. Neßow, Charakteristik der wichtigsten 
Ereignisse des 7jähr. Krieges. II. Th. Berlin 1802. 
16. v. Sodenstern, Die Schlacht bei Bergen. 
Kassel 1864. 
17. G. F. v. Tempelhofs, Gesch. des 7jähr.Krieges 
in Deutschland. III. Th. Berlin 1787. 
18. Theatre de la guerre presente en Allemagne. 
Paris 1760. Supplement. 
19. Militärwochenblatt, Beihefte 1887. Berlin 1887. 
**) E. von dem Knesebeck, Herzog zu Braun 
schweig und Lüneburg während des siebenjährigen Krieges. 
Briefe, aus englischen und preußischen Archiven gesammelt. 
Hannover 1857. I. Band.
	        

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