Full text: Hessenland (14.1900)

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Aus cttter un6 neuer Zeit. 
Einige hessische Gedenktage 
aus der ersten Hälfte des Monats Zlo- 
vrmber. 
Am 1. November 1762 kapitulirte die französische 
Besatzung von Kassel nach der zweiten Belagerung 
der Stadt int siebenjährigen Kriege. 
Am 1. November 1806 wurde Kassel von einem 
französischen Corps unter General Mortier besetzt. 
Kurfürst Wilhelm I. mußte fliehen. 
Am 1. November 1850 rückten die Bundes- 
hülfstruppen (Baiern und Oesterreicher) unter dem 
bairischen General der Kavallerie Fürsten Karl 
Theodor von Thurn und Taxis in Hanau ein. 
Am 2. November 1709 wurde das Collegium 
Carolinum int Kunsthause zu Kassel eingeweiht. 
In dieser Lehranstalt sollten junge Leute in Mathe 
matik und Physik sowie in Geschichte, Philosophie 
und Geographie unterrichtet und so für die Uni 
versität, vorbereitet werden. 
Am 2. November 1850 wurde Kassel von 
preußischen Truppen besetzt. 
Am 3. November 1213 erfolgte die Stiftung 
des Augustinerklosters Merxhausen. 
Am 6. November 1462 eroberte Landgraf 
Ludwig II. den Schöneberg bei Hosgeismar, welchen 
ihm der Erzbischof Adolf von Mainz (aus dem 
Geschlecht der Grafen von Nassau) pfandweise über 
lassen hatte. Tie Eroberung wurde erforderlich, 
weil die Besatzung es mit dem Gegenerzbischos 
Diether von Psenburg hielt. 
Am 6. November 1632 fiel in der Schlacht bei 
Lützen der Fürstabt von Fulda Johann Bernhard 
Schenck zu Schweinsberg. 
Am 6. November 1739 erließ Prinz Wilhelm 
von Hessen als Statthalter seines Bruders Land 
graf Friedrichs I. (König von Schweden) in dessen 
Namen die treffliche Grebenordnung. (Vgl. „Hessen 
land" 1899, S. 174 s. u. S. 190 s.) 
Am 7. November 1635 unterlagen die Hessen 
unter Kurt von Talwigk dem Kroatengeneral Jsolani. 
Am 8. November 1471 starb Landgraf Lud 
wig II. von lNieder-)Hessen auf dem Schlosse Reichen 
bach, 38 Jahre alt, mit Hinterlassung von zwei 
unmündigen Söhnen, die beide den Namen Wilhelm 
führten. 
Am 8. November 1734 wurde der Grundstein 
zu der lutherischen Kirche in Kassel gelegt. 
Am 8. November 1762 kam Herzog Ferdinand 
von Braunschweig mit den französischen Marschälleu 
Soitbise und Etrees bei der Brückermühle unterhalb 
Amöneburg zusammen, wo noch jetzt ein Dettkmal 
an diese Zusammenknnst erinnert, welche die Feind 
seligkeiten zwischen den Verbündeten und Franzosen 
im siebenjährigen Kriege beendigte. 
Am 8. November 1850 trafen die preußischen ' 
Truppen unter General Gras von der Grüben mit , 
den Bundestruppen unter dem Fürsten voit Thttrtt 
und Taxis bei Brvnzell unweit Fulda zusammen. 
Nach einem kurzen Gefechte räumten die Preußen ' 
die Stadt Fulda, die dann von den Bundestruppen ' 
besetzt wurde. 
Am 11. November 1468 eroberte Landgraf 
Ludwig I. das Schloß Buchenau. 
Am 13. November 1504 wurde Landgraf Philipp 
der Großmüthige geboren. 
Am 13. November 1542 wurde das Kloster 
Merxhausen in ein Hospital ningewandelt. 
Am 14. November 1461 trat die Werra über 
ihre User, sodaß namentlich in Eschwege eine große 
Ueberschwemmung entstand. Das Wasser drang 
dort bis auf den Altar der Heil. Geist-Kirche 
(Siechenhauskapelle). 
Am 14. November 1471 übertrug die Wittwe 
Landgraf Ludwig's II., Mechtild von Würtemberg, 
die Vormundschaft über ihre beiden Söhne an 
Landgraf Heinrich III., den Bruder ihres verstorbenen 
Gemahls. 
Am 14. November 1640 starb Prinz Christian, 
Sohn des Landgrafen Moritz, erst 18 Jahre alt, 
zu Bückeburg an den Folgen des berüchtigten 
Gelages, welches der schwedische General Bauer 
am 28. Oktober gegeben hatte, und welches auch 
diesem genialen Heerführer den Tod brachte. 
Am 15. November 1494 starb Johann Enterich, 
Stadtschreiber zu Frankenberg, welcher seinem 
Namen durch Auszeichnung der alten Frankenberger 
Rechtsgewohnheiten ein würdiges Denkmal gesetzt hat. 
Am 15. November 1640 fiel der kaiserliche 
Oberst Breda in dem Gefecht bei Riebelsdorf gegen 
den französischen Oberst Rosen. Im Jahre 1840 
ist an der muthmaßlichen Stelle des Kampfes ein 
Tenkmal gesetzt worden. 
Am 15. November 1703 unterlagen die hessen- 
kasselschen Truppen den Franzosen in dem Treffen 
bei Speierbach. 
Am 15. November 1772 starb Johann Christian 
Senkenberg, Physikus der Stadt Frankfurt, hessen 
kasselscher Hofrath und Leibarzt des Landgrafen 
Wilhelm VIII., Begründer der nach ihm benannten 
Senkenberg'schen Stiftung, infolge eines Sturzes 
vom Gebälk des noch unausgebauten Stiftungshauses.
	        

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