Full text: Hessenland (14.1900)

Arbeit. 
Der Dampf fährt keuchend durch die Stahlcylinder, 
Die Unrast hastet, die Maschinen sausen, 
Die Menschenhand ward längst zum Ueberwinder 
Von Riesenkräften, die wie Meersturm brausen; 
<£s müht, wie Sifypfyus, die XDelt sich ab 
In ew'ger Arbeit, ohne Ruh' und Ende, 
Doch ewig auch gibt's tausend, tausend Hände, 
Die unbefriedigt bleiben bis an's Grab. 
Erfahrung samnielt jegliches Jahrhundert, 
Erwerb und Missen häuft sich durch Geschlechter, 
Das hast'ge U)eiterdrängen wird bewundert, 
Und dennoch wieder stößt es auf Verächter, 
Denn Stückwerk bleibt, was Menschenwirken schuf, 
Es ist kein Abschluß, keine That der Arönung, 
Und der Versuch befried'gender Versöhnung 
U)ird oft zum Fluch, und oft zum Aampfesruf. 
Doch fort im Drängen! — Das Zertretenwerden 
Sonst heftet sich, wild drohend, an die Sohlen; 
Vergebens strebt der Menschengeist auf Erden 
Des cw'gen Ausgleichs j?alme sich zu holen. 
Genug, — schützt ihr das höchste vor dem Spott, 
Und könnt ihr auf das Rad der Zeiten flechten 
Die Summe aller Meisheit des Gerechten: 
Mein Segen — Arbeit, meine Hoffnung — Gott! 
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