Full text: Hessenland (14.1900)

© müpti ihr, rvio schön dir Nrlk... 
G wüßtet ihr, wie schön die Welt, 
Wenn erst das Wünschen aufgehört, 
Das manche Stunde hat vergällt, 
Den Seelenfrieden euch gestört. 
Wenn still das Herz geworden ist, 
Nichts von den Menschen mehr begehrt, 
Kommt erst die schönste Lebensfrist, 
Die wahren Werth des Daseins lehrt! 
Den (Dualen schließt der Blick sich zu — 
Dom Guten ist das Herz bewegt — 
Am Feierabend — vor der Ruh', 
Die hin zum ew'gen Frieden trägt! 
Jeannette Aramer. 
Des Herzens Ruhe. 
Laß stürmen die Winde, die Wetter laß dräu'n, 
Ein Hüttchen, ein Weibchen, ein Kindchen ist mein, 
Ich fühle trotz Wetter die selige Lust, 
Den Lenz und die Liebe in friedlicher Brust. 
Einst fühlte wohl auch mein zerrissenes Herz 
Die Stürme des Lebens, den brennenden Schmerz, 
Der Sturm ist vertobet, mm waltet hinfort 
Mit sicherem Steuer die Liebe an Bord. 
Nun schau' ich hinaus in die stürmische See, 
(D schäumende woge, du machst mir nicht weh, 
Tief innen ist Frieden, im Herzen ist Ruh', 
So wieget mein Schifflein dem Hafen sich zu. 
Das Steuer ist richtig, der Kompaß zeigt recht, 
Lin sicheres Ruder die wogen durchschlägt, 
Schon leuchtet von ferne der liebliche Strand. 
Die Heimath der Seele, das selige Land. 
Keinrich Naumann. 
(vergl. heft \b, 5. 2\{.)
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.