Full text: Hessenland (11.1897)

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Geschichte der Burg Haustein. 
Nach den vorhandenen Quellen von Adolph Feh. 
(Fortsetzung.) 
^Mittlerweile war die zweite Burg, die aus 
M den Trümmern vom Jahre 1070 vermuth- 
^ lich nur durch eitlen Oberbau von Holz 
errichtet worden, innerhalb zweier Jahrhunderte 
so zerfallen, daß ein neuer Aufbatt nothwendig 
erschien. 
Dem Erzstifte fehlte es damals erwiesener- 
ittaßen an Hilfsmitteln, und so schloß Erzbischof 
Peter von Aspelt zu Fritzlar am Franziskns- 
tage (Freitag den 4. Oktober) 1308 mit den 
beiden Brüdern Heinrich und Lippold von 
Hanstein, einen Vertrag, durch welchett sich die 
Burgruine Hanstein von der Südseite. 
Nach einer Aufnahme von F. Tellgniann, Lschwege. 
Brüder zur Erbauung einer neuen Burg ver 
pflichteten. An ihr sollten sie für sich und ihre 
männlichen Erben das Recht haben, immer Amt 
leute und Burgmänner zu sein, dagegen ver 
sprach der Erzbischof jährlich 10 Mark feines 
Silbers zur Unterhaltung rc. der Burg anzu 
weisen. 
So können die Nachkommen sich rühmen, daß 
die Burg, von der das weitverzweigte Geschlecht 
den gemeinsamen Namen entlehnte, ihr eigenes 
Werk ist. Wie lange der Bau gedauert, ist nicht zu 
ermitteln, aber die Verschiedenheit des Stiles 
zeigt, daß er gegen 100 Jahre gewährt hat. 
Von der Festigkeit der Banart zeugt es, daß die 
Grundform bis jetzt tinverändert geblieben ist 
lind daß sie allen Stürmen des Krieges getrotzt 
hat. Die hauptsächlichen Reparaturen geschahen 
nach dem 30 jährigen Kriege, außerdem im 
Jahre 1608, wo ein eingestürztes Stockwerk, 
1655 und 1658, wo einige Thore und Mauern 
und im Jahre 1673, wo die Brücke wieder ge 
baut wurde. Die Herstellung des neuen Saales
	        

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