Full text: Hessenland (11.1897)

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Fiasko machte. Große Dichter find aber in der Richard Wagn er genannt werden. Auch indem 
Regel auch treffliche Lehrer in der Kunst des Mangel Schiller's an jedweder schauspielerischen 
Vortrags und der Darstellung, so in erster Linie Begabung ist für den unparteischen Beurtheilen 
Herr von Goethe selbst; in Anschluß an Seine ein Grund enthalten, daß er nicht der große 
Ercellenz tonnen aber auch noch die Herren Dichter war, für welchen er gehalten wird. 
Ti eck, Laube, von Dingelstedt und (Schluß folgt.) 
AridmÄNNslird. 
Die Bärte behamu'tt mit Eis und Beit, 
Die Ohren ert'roren. die Finger steif. 
Und doch sich dem Mcidmerk fügen: 
Dos nennen die Inger, wemi's friert und I'chneit, 
Jur nordwind-pnstenden Minterreit, 
Doch edeles Ingdvergniigen. 
Dos kaun ein Philister nun nicht verstehen. 
Dieweil er noch niemals den Mold gesehen 
In sithernem Moms und Posen, 
Dieweil er nicht weih, wie dos Herr uns locht, 
Menu rings um das Treiben es donnernd Jmuljt 
Und laut wird in's Horn gestoßen. 
1 Und klingt erst der Kornrnf: Trara, trara. 
; Zusammen ihr Jäger, die Bast ist da. 
Schon proU'eln die Feuergluthcn, — 
; Mer weiß dann von Frost noch am Flammenherd, 
Der uns aus der Asche das Mahl kefcheert, 
: Und raucht durch die trock'nen Anthrn. 
j Dann brodelt der Aeste'l in rother Oluth, 
: Es damptt schon und duttet des Punsches Fluti, 
Und strömt uns durch Deik und Seele; 
Jum Teufel nun fahre der wilde Frost, 
Mas fcheert uns die Duft noch aus llord und Ost. 
Ueht dampfende Flnth die Kehle! 
Die Barte behängen mit Eis und Ueif. 
Die Ohren erfroren, die Finger steif, 
Und doch sich dem Meidwerk fügen, 
Das Blei für den Fuchs, doch das Aast im Olas 
Für Jäger, im Dager auf weißem (>>ras: 
Purrah! Das ist Jagdvergnügen. 
(i'öi-l Pr e I er. 
Ans ctl'tcv im6 iteitex* Zeit. 
T rduuug zu Tranckenbergt aim<> ins7, 
lote cö in 24 Stundeu allen Tag und 
N a ch t s o l » n d m u s gehalte u lv erden: 
Erstlich, wan deß Morgens die Klocke I III schlägt, 
so soll der Spsermann in der großen Kirche zwei, 
Klocken, die kleine vor und die Johannes Klock 
nach länten, und bieranff der Tvrinmau soll selbdritte 
mit Jucken und Posaunen einen Psalmen, oder 
sonst ein geistlich Lied musiciren. 
Um V Uhr soll deß Sontags nudt Werktags 
eutf bestimmte Drdnnng in die Kirche gelendet 
werden und soll Jedermann beu Gottesdienst fleisig 
besuchen, und nach Ansgang der Predig sol der 
Tormman wie vor musiciren. 
Um Vl Uhr sol der Tormman die große Uhr 
schlagen bis des Abends um 6 alle Stund. 
Um VII Uhr wan deß Werktags Predig gehalten 
worden, sol der Tormman abblasen. 
Um VIII. Uhr sol deß Werktags die Johannes 
Klocke gelent werden, und daraus mit Junten und 
Posaunen musieiret. Deß Sontags aber wird in 
die Hochpredig gelandet. Erstlich mit der kleinen 
Klock, darnach mit 4 Klocken und noch mit einer 
Klocken in der reformirten Kirchen und sollen beids 
Kirchen fleisig besucht werden. 
Um VIIII Uhr schlagt der Tormman die große 
Uhr, wie vor gemeld. 
Um X Uhr deß Sontags, wan die Predigen in 
beiden Kirchen zu Ende, sol der Tormman musiciren, 
wie gemeld, deß Werktags aber, sol zum Gebet 
gelendet werden. 
Um XI Uhr sol die große Klocke zum Trirken- 
> gebed 4 mahl gelendet werden, und hört aufs, so 
i bald der Tormmann ein Psalmen musiciret. 
i Um XIl Uhr wird mit der Johannes Klocke 
! 4 mahl geleutet.
	        

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