Full text: Hessenland (11.1897)

M 
3. 
xi. Jahrgang. Kassel. 1. ictmiar 1897. 
Liebeslieder. ^3 
Don A. CCvabert. 
M, daß ich sähe, wie schön ich bin! 
M, daß ich dürfte Hessen, 
Tr spräche zu mir in bescheidenem Sinn.- 
„Da hab' ich die Rechte getroffen." 
(0, daß er mich fände lieblich und rein 
Und edel in meinem Gemüthe 
Und zärtlich dächte: „G, werde mein, 
Du lautere Menschenblüthe!" 
Mas aber zag' ich? Auch ohne Geld, 
Auch ohne Mälder und Auen 
Rin ich ja doch die Reichste der Melt, 
Die Reichste an Lieb' und vertrauen. 
Mie glitzert da droben Stern an Stern 
Und alle küssen mein Liebchen so gern; 
Sie küssen's mit ihrem Strahlen 
Allabends zu tausend Malen. 
Ihr Sternlein da droben, treibt's nicht zu toll, 
Sonst zieh' ich den Vorhang vor im Groll 
Und küsse statt eurer Strahlen 
Sie selber zu tausend Malen. 
S. A'nlcr öem Kchnee. 
Mit meiner Liebsten eingeschneit 
In trauter Maldeshütte, 
Du schöner Traum der Minterzeit, 
M, werde wahr; ich bitte. 
Mir haben da Master und Brot genug, 
Bis wieder Schneeglöcklein blühen 
Und über uns im Wanderzug 
Die wilden Gänse ziehen. 
Und hier auf Deinen Ivangen blüh'n 
Ja auch im Winter die Rosen, 
Und Deine rothen Lippen glüh'n 
von meinem Rüssen und Rosen.
	        

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