Full text: Hessenland (11.1897)

geheWir Werth.,, op, .‘¡2, ist recht Sangbar -mcki 
MW c^ut nn , mährend op. 34 ein wenig- weiche 
lich -gehabten ist. 
Gk.izzLnmap.pe der-Kassel-er Kü-nstLer" 
nennt- sich ein seit-einigen «Tagen, hei Ernst Hühn 
erschienenes WerA welches, wie wir schon jetzt 
btzyhachten konnten von allen die sich sür die 
Kunst und speziell sür die Kunst in Kassel in- 
teressiren, lebhaft begrüßt worden ist. 
Wie wir hören, beabsichtigen die daran Be 
theiligten, mit der vorliegenden Publikaton einen 
Versuch Zu machen, das Interesse weiterer Kreise 
sür die Kunstbestrebungen ihrer engeren Heimath 
zu beleben, und von dem Ersolge dieser ersten 
Nummer dürfte es abhängen, ob das Unternehmen 
als alljährlich wiederkehrende Weihnachtsgabe eine 
Fortsetzung erleben dürfte. 
Die Idee ist jedenfalls der Unterstützung werth, 
und wir wünschen den daran Betheiligten herzlich 
Glück zu ihrem Unternehmen. 
Auf die künstlerischen oder poetischen Beiträge 
des uns vorliegenden Werkes näher einzugehen, 
oder gar dieselben auf ihre künstlerische Qualität 
zu untersuchen, ist nicht der Zweck dieser Zeilen, 
doch können wir die Bemerkung nicht unterdrücken, 
daß man in Zukunft dem Dilettantismus, welcher 
mit der. Kunst absolut nichts zu thun hat, etwas 
weniger Raum gewähren sollte 
Ferner inöchten wir einigen der durch ihre 
Beiträge an dem Unternehmen betheiligten Künst 
lern, insbesondere aber den Poeten rathen, sich 
nicht zu sehr in's Allgemeine zu verlieren. Bei 
der heute geradezu enormen Anzahl künstlerischer 
Publikationen, welche einander durch großartige 
Ausstattung und Vielseitigkeit der neuesten Re- 
produktonsverfahren zu überbieten suchen ist es 
schwer, mit beschränkten Mitteln etwas Gleichartiges 
bieten zu wollen. 
Für die Verbreitung von künstlerischen Er 
zeugnissen allgemeinerer Natur mögen sie vom 
Nordseestrande oder aus den Alpen stammen, sür 
Volkstypen aus Tunis oder sür vielleicht künst 
lerisch sehr schöne, aber dem Beschauer sonst gleich 
gültige Studienköpfe, sorgt bereits eine große An 
zahl der oben erwähnten Publikationen. 
Umsomehr ist es nöthig, daß man sich in der 
Wahl der sür unser Unternehmen geeigneten Stoffe 
engere Grenzen zieht. Wir sind der festen Ueber 
zeugung, daß der Erfolg der nächsten Nummer 
ein noch größerer sein wird, wenn man sich ent 
schließt, nur solche Beiträge aufzunehmen, die in 
irgend welcher Beziehung zu unserer engeren 
Heimath, dem in künstlerischer Hinsicht noch viel 
311 wenig ausgebeutetem Hessenlande, stehen. 
J4lnstr.irte -MeSchichte: :d e:r iR-eforMmtiom. 
in Dentsch4.aud. .Volkstümlich > dargestellt' 
.von D. B.Lrmhard.'.Rogge, Hofpredigev in 
Potsdam. 'Mit Farbendruck webst zahlreichen- 
Textabbildungen und- 36 Kunstdrucktaseln. 
Originale und.-. Reproduktionen von- «Bildern 
alter«« Meistere-und moderner Künstler Voll 
ständig in-10.:Lieferungen h 75 Pfg.- Dresden-- 
Blasewitz (Gustav Adols-Verlag). Lieferung I. 
1897 80 
Es ist der Zweck des angekündigten Werkes, 
dessen erste Lieferung vorliegt, eine allgemein-ver 
ständlich abgefaßte, daher textlich wie auch durch, 
zahlreiche fesselnde Abbildungen so recht zu einem 
besseren Volksküche sich eignende Reformations 
geschichte zu schaffen. Nicht in trockenem Chroniken- 
stil wird der Verfasser über jenen wichtigen Zeit 
abschnitt berichten, sondern in packender, allgemein 
verständlicher Darstellung. Die vorliegende erste 
Lieferung des Werkes läßt in der That erkennen, 
daß der sehr bekannte Verfasser fesselnd zu schreiben 
versteht. Es fei dies bereitwillig anerkannt. 
Hoffen wir, daß auch von den folgenden Heften 
das Gleiche gesagt werden kann. In Heft I wird 
zum großen Theil die Vorgeschichte der Refor 
mation gegeben in den Abschnitten Das kirchliche 
Leben vor der Reformation, die Reformversuche der 
großen Kirchenversammlungen zu Pisa, Konstanz 
und Basel. Die Vorläufer der Reformation. 
Der Humanismus in Italien und in Deutschland. 
In bündiger Kürze lesen wir da das Haupt 
sächliche wie es sich vom Standpunkte eines 
evangelischen Geistlichen ansnimmt. 
Andererseits aber ist nicht zu verhehlen, daß 
Einiges auszusetzen ist so dürfte Verfasser seinen 
Eitnten unter dem Text noch größere Aufmerk 
samkeit schenken wenn er überhaupt seine Quellen 
anführen will. Seite 30 giebt er in richtiger 
Weise an Johannes Hus von D. Lechler. 
Schriften des Vereins sür Reformationsgeschichte 
Nr. 28 S. 94 — 95 S. 19 dagegen citirt 
er Joh. Wiclis und seine Zeit von R. Budden- 
sieg Halle. Verein für Reformationsgeschichte, 
S. 204. Das ist mindestens ungenau. Es muß 
heißen Schriften des Vereins für Reformations- 
geschichte Nr. 8 und 9 re. Es ist diese Art des 
Eitirens um so ungehöriger, als in dem Buche die 
genannten Schriften bis zu S. 19 noch nicht er 
wähnt sind. Hagenbach, Kirchengeschichte des Mittel 
alters, wird S. 3 nur mit der Seitenzahl citirt, 
S. 43 aber auch mit der Nummer der entsprechenden 
Vorlesung, S. 47 wieder wie ans S. 3, das ist 
nicht ganz folgerichtig. Da aus den vorliegenden 
l «'>4 Seiten überhaupt nur 13 Quellencitate vor-
	        

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