Full text: Hessenland (11.1897)

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durch eine handschriftliche Aufzeichnung meines 
seligen Vaters über den Dichter und den Kom 
ponisten, über den Text und die Melodie dieses 
Liedes und seine unbedingt zuverlässige Origi 
nalität von früher Jugend an sehr genau unter 
richtet war. 
Das Lied — genau so alt wie meine eigenen 
Lebensjahre — ist aus der Stadt Hanau her 
vorgegangen, und auf gütige Veranlassung des 
Herrn General-Superintendenten Dr. Fuchs, 
des seitherigen Oberhirten der unirten Hanau- 
ischen Kirchengemeinschaft, mit welchem ich die 
Sache besprach und der mich über die Personalien 
des Dichters und des Komponisten noch näher 
instruiren konnte, gab ich sofort der Daheim- 
Redaktion die nöthige Aufklärung, welche in einer 
kurzen Notiz im „Daheim" 1892, Nr. 24 zum 
Abdruck kam. Eine bezüglich des Textes und 
der Melodie, der Worte und der Noten, der 
beiden Singstimmen und des vollständigen Klavier 
satzes bis auf's Jota getreue, saubere Abschrift 
des gedruckten Originals von meines seligen 
Vaters Hand wird noch heute als theuere Reliquie 
von mir aufbewahrt, und von dieser unbedingt 
zuverlässigen Urform des Liedes gebe ich hiermit 
die nachstehende Abschrift: 
Freudig. 
Der Khristöarrrn. 
Weihnachtsliedchen für kleine Kinder. 
Preis 4 Kreuzer. Hanau 1842. 
G. E i s c II b a ch. 
Der Christbaum ist der schönste Baunt, den wir auf Erden kennen; iin Gärtchen klein, im 
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engsten Raum, wie lieblich blüht der Wunderbaum, wenn seine Blümchen brennen, wenn 
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seine Blümchen brennen, ja bren - neu. 
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So blüht er, und der Früchte Gold 
Ließ auch nicht auf sich warten; 
Sie glänzen an den Zweigen hold 
Und liegen, wenn ihr sehen wollt, 
Auch reif und süß im Garten. 
Und Obst der wundersamsten Art, 
Daß man's nicht alle wisse: 
Ein Püppchen gar, wie Rosen zart, 
Ein Krieger da im rauhen Bart, 
Hier Aepfel, Has und Nüsse.
	        

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