Full text: Hessenland (10.1896)

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') es öo. 
(S ch w ä l m c x 
Wenter 2 ) es nü verbei, 
Ö mer könn 3 ) lache. ' 
Fott 4 ) es dr Frost v Schnei"). 
Welscng es do. 
Liewe Zeiht. 
Welseng freit 
Ros im Don. 
Sah. see hon 
Fest sich emschlonge. 
Hößig es scho. 6 ) 
Mundar t.) 
Melodie: Wo e kleins Httttle steht rc. 
Sah doch, bie schie 7 ) es es, 
Bann sich zwee liewe. 
Grie^) wedd dr Büsch, die Wes 9 ). 
Alles es froh. 
Lärch ö Sprin 
Seng ree hin. 
Senge schie 
Spät ö frieh: 
Liewe es Friehleng. 
Welseng es do 10 ). 
Friehleng es wongerschie ^). 
Schatz, Dü best schenner "). 
Enger ^0) dr Heck dott blieh 14 ) 
Beijoln 15 ) so bloo. 
Men ich doch, 
Schenner noch, 
Mäje, Deng 
Ööje seng. 16 ) 
Blooööj, meng 17 ) Himmel, 
Lach mich nur o! Kurt Yuhn. 
J ) Willsein b. i. Welsung, der Gott der Naturherrlichkeit*); 2 ) Winter; 3 ) wir können; 4 ) fort; 5 ) Schnee; 
*) Liebe Zeit, Welsung freit (die) Rose im Dorn (— Dornröschen). Sieh', sie haben fest sich umschlungen. Hochzeit 
ist schon; 7 ) schön; 8 ) grün; 9 ) Wiese; 10 ) Lerche und Sprehe (— Staar) sind rein hin, singen schön , spät und 
früh': Lieben ist Frühling. Welsung ist da; ") wunderschön; <2 ) schöner; ") unter; ") blühen; 15 j Veilchen; 
I6 ) Meine ich doch, schöner noch, Mädchen, Deine Augen sind; 17 ) Blauauge, mein. 
*) Die Wälsungen. bereit Thaten den Inhalt der altnordischen Vvlsungasaga bilden, waren nach derselben ein Heldengeschlecht, 
das seinen Ursprung aus den Arankenkiinig Sigi, einen Sohn Odin's zurückführte und nach dessen Enkel Wals oder Wälsung genannt 
wurde. Wälsung's Sohn ist Stegmund. Von ihm und seiner Schwester Sigar stammt der Held Sigurd (Siegfried). — Mit dieser Bemerkung 
soll dem Werth des obigen Gedichtes kein Abbruch gethan werden. ~ Die Redaktion. 
Aus alter und neuer Zeit. 
Lieblingsbicre hessischer Landgrafen. 
Wie nachhaltig und durchgreifend die hessischen 
Landgrafen immer wieder gegen die Ueberhand- 
nahme der Völlerei in ihrem Lande einschritten, 
ist hinlänglich bekannt. Andererseits hatten sie 
gegen einen guten Trunk in Ehren nichts einzu 
wenden. so waren u. a. die Landgrafen Philipp, 
Wilhelm IV. der Weise und Moritz der Gelehrte 
selbst Verehrer des edlen Gerstensaftes, namentlich 
des wie noch heute, so auch schon damals in aller 
Welt bestens eingeführten E i n b e ck e r Bieres. Zu 
fällig stießen dem Schreiber dieser Zeilen in den 
letzten Tagen vier im Besitz der Ständischen Landes 
bibliothek in Kassel befindliche Schreiben auf. die 
wohl geeignet siild, die eben hervorgehobene That 
sache zu erläutern. Am 2. Mai 1566 theilt des 
Landgrafen Küfer Johann Hombergk zu Marburg 
seinem zur Zeit in Darmstadt weilenden Herrn 
mit. daß er auf S. F. G. Schreiben und Befehl „zwo 
Küssen frisch Eimbeckisch Mertzbier, als gut m. g. 
Herr bekommen" bestellt habe, daß dieselben nun 
mehr eingetroffen seien und er sie anbei übersende. 
Gleichzeitig fügt er hinzu, daß dem Ueberbringer 
im Ernst anbefohlen sei. „solch Bier E. F. G. 
verwarlichen und woll zu Darmstadt anzupringen 
und zu tieffern, hos es werde E. F. G. gefallen."
	        

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