Full text: Hessenland (9.1895)

Das „fjilU'Ulstuii“ erscheint am 1. und 15. jedes Monats l J /a bis 2 Bogen stark und kostet vierteljährlich 
1 Mark 50 Pf., die einzelne Nummer 30 Pf. Auswärts kann das „Hessenland" durch die Post (Postzeitungsliste 1895 
Nr. 3148) oder durch den Buchhandel oder auch direkt von der Expedition unter Streifband bezogen 
werden; in Kassel nimmt die Expedition (Buchdruckerei von Friedr. Scheel, Schloßplatz 4, Fern 
sprecher Nr. 372) Bestellungen entgegen. Anzeigen werden mit 20 Pf. für die gespaltene Petitzeile berechnet. 
Inhalt: „Deutscher Bescheid", Gedicht von Wilhelm Bennecke; „Philipp der Großmüthige, Landgraf von 
Hessen" von H. Metz (Fortsetzung); „Ein hessischer Offizier und Gelehrter aus dem vorigen Jahrhundert", ein Beitrag 
zur hessischen Familiengeschichte von I. Führer; „Eine alte Schrift aus westfälischer Zeit" von G. Th. D. (Schluß); 
„Reinhard der Ungeborene"; „Herrengunst", Gedicht von Feodor Löwe (f); Aus alter und neuer Zeit; Aus 
Heimath und Fremde; Personalien; Briefkasten. 
Deutscher Bescheid. 
f otschast kam vom Aönig 5 ran 5 
Jn gar ehrenvollen Worten 
An den festen Ulrich Lutten, 
Zier von Deutschlands Ritterorden. 
Frankreich beut ihm goldnen Dienst, 
Als Gelehrte::, Dichter, Arieger, 
Zhtn, der aus so manchem Streit 
5chon hervorging als ein 5ieger. 
Deutschlands Fürsten scheelen Augs 
Aus den kühnen Neurer blicken, 
Frankreichs königlicher £)crr 
IDu-fc ihm seinen Beisall nicken. 
Ritter Ulrich hatte grad' 
Weder l)aus, noch Hof, nock Aeller, 
Als ihn diese Botschaft traf, 
Und im Beutel keinen geller. 
Abgebrannt aufs letzte Hemd, 
Wußt' er nicht sein Haupt zu legen 
Bin zur Nacht, — nichts hatte er 
Als sein Herz und seinen Degen. 
Doch sehr kurz die Antwort war, 
Die er schrieb an Aönig Franzen: 
„Nimmer wird ein deutscher Ucann 
Nach französischer pfeife tanzen!" 
Wiküekm Aennecke.
	        

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