Full text: Hessenland (7.1893)

Das „Hestenland", Zeitschrift sür hessische Geschichte und Literatur, erscheint zweimal monatlich 
zu Anfang und in der Mitte jeden Monats, in dem Umfange von U/2—2 Bogen Quartformat. Der Abonnementspreis 
beträgt vierteljährlich 1 Mark 50 Pfg. Einzelne Nummern kosten je 3 0 Pfg. Auswärts kann unsere Zeitschrift 
durch direkte Bestellung bei der Post, oder durch den Buchhandel, auf Wunsch auch unter Streifband, 
bezogen werden; hier in Kassel nimmt die Buchdruckerei von Friedr. Scheel. Schloßplatz 4 (Fernsprecher Nr. 372), 
Bestellungen an. In der Post-Zeitungsliste für das Zahr 1893 findet sich das „Hessen land" eingetr. unter Nr. 2969. 
Anzeigen werden mit 20 Pfg. für die gespaltene Petitzeile berechnet und nur durch die Annoncen-Expedition 
Kaasenstein & Mogler K.-H. in Hasset oder deren übrigen Filialen angenommen. 
Inhalt der Nummer 1 des „Hessenland": „1893", Gedicht von Carl Preser; „Die Bekehrung Hessens zum 
Christenthums", von Hermann von Noques, Major a. D. (Fortsetzung); „Silvester Jordan", Bilder aus seinem 
Leben, von F. Zwenger; „Kasseler Lagesneuigkeiten aus dem 18. Jahrhundert", von Otto Gerland; „Ihr letzter 
Brief", von K. Keller-Jordan; „Im Hafen von San Jose", Gedicht von Ricardo Jordan; „Meng Brot es wüll 
keostzg", Gedicht in Schwälmer Mundart, von Kurt Ruhn; „Aus alter und neuer Zeit"; „Aus Heimath und Fremde"; 
„Hessische Bücherschau"; Anzeigen; Abonnements-Einladung. 
1893. fr 
0 bröckeln sich vom sinkenden Jahrhundert 
Die letzten Ighre, längst schon werben nicht 
Die Thslen noch des einzelnen bewundert, 
Dem scheibend unser Mund öen Wschieb spricht. 
Nein, — Lurch die stolze Reihe öer Jahrzehnte 
Schwelst, gn öes Ishres Neige, rückwärts jetzt 
Der Menschengeist, weil gern er bork entlehnte 
Die Nrask, aus die er gern sein Hoffen seht. 
Der SuKunst Schleier möchte er zerreißen; 
Denn mit öem sterbenden Jahrhundert sinkt 
Auch hin öss Schöne, öss es einst verheißen, 
And nahe seinem Ende nur noch winkt 
DüS auri sacra fames der P engten. 
Die, müde ihrer Segnung, flüchtig sind 
And nun die stuchbeladnen Menschenthaten 
Hinschleuöern, sls rin Spiel sür Sturm und 
Wind. 
Das ist des Ganzen schreckenvolles Gnöe, 
Die Goldgier öes Jahrhunderts ekler Aug. 
Sagt nicht, daß das öer Zeitgeist so vollende. 
Denn öer ist nur öes Mrnschengeistes Flug! 
Den läutert — soll die GröeDlu!nicht trinken. 
Den zügelt, — daß kein Glend euch umkrallt: 
Dann laßt nur des Jahrhunderts Rest versinken, 
Anö voll habt ihr das neue in Gewalt. 
ßart
	        

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