Full text: Hessenland (7.1893)

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Das „Hejsenlimd", Zeitschrift für hessische Geschichte und Literatur, erscheint zweimal monat 
lich, zu Anfang und in der Mitte jeden Monats, in dem Umfange von 1V«—2 Bogen Quartformat. Der Abonne 
mentspreis beträgt vierteljährlich 1 Mark 50 Pfg. Einzelne Nummern kosten je 30 Pfg. Auswärts kann unsere 
Zeitschrift durch direkte Bestellung bei der Post oder durch den Buchhandel, auf Wunsch auch unter Streif 
band bezogen werden; hier in Kassel nimmt die Buchdruckerei von Friedr. Scheel, Schloßplatz 4 (Fernsprecher 
Nr. 372) Bestellungen an. In der Postzeitungsliste für das Jahr 1893 findet sich das „Hessenland" eingetragen 
unter Nr. 2969. Anzeigen werden mit 20 Pfg. für die gespaltene Petitzeile berechnet und nur durch die 
Annoncen-Expedition Kaasenssein & Mogler A.-H. in Kassel oder deren übrige Filialen angenommen. 
Inhalt der Nummer 22 des „Hessenlandes": „Träume, Schäume", Gedicht von A. Trabert; „Hessische Städte 
und hessisches Land vor hundert Jahren: I. - Stadt und Land Fulda", von Vr. Justus Schneider; „Aus der sog. 
guten alten Zeit"; „Ohm und Onkel", Erzählung von C. von Dincklage-Campe (Fortsetzung); „Mein Hessenland"- 
Gedicht von Emilie Scheel; „Sonntagsruhe", Gedicht in Wetterauer Mundart von Friedrich von Trais; Alls 
Heimath und Fremde; Hessische Bücherschau; Briefkasten; Anzeige. 
Träume, schäume. 
s ich fand ich, wie dar Glück wir finden: 
Nur unerwartet, unverdient, 
Ein duftend Reis in Waldesgründen, 
Das still am Pfad des Wandrers grünt. 
Dann hab' ich hoffend Dein gedacht, 
In heller Lust verloren, 
Als hätt' auch mich die Frühlingsnacht 
Zur Freude neu geboren. 
war das ein Jauchzen und ein Klingen, 
Als wär's von Lerch' und Nachtigall. 
Aus Deinem Herzen kam das Singen, 
In meinem klang der Widerhall. 
Und ringsumher ein Paradies 
voll junger Blüthentriebe —, 
Dein Blick, wie grüßte der so süß, 
Als wär's ein Gruß der Liebe. 
Geht alles das nun doch zu Ende? 
Weh mir! die kalte Wirklichkeit 
Legt mir auf's Haupt die schweren Hände, 
Und ich erwach' im alten Leid. 
0 daß der Tod, der Jeden ruft, 
Mit seinem Ruf mir säumte, 
Da mir, umwogt von Glanz und Duft, 
von Dir so lieblich ttäumte l 
K. Travert.
	        

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