Full text: Hessenland (7.1893)

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Abraham, Former, Bürger, 1790. 69 * ) Stang, 
Christian. Maler Bürger, 1773. Stang, Ioh. 
Christ. Maler, Schutzverw. ch 1796, 50 Jahr 
alt. Stieffvatter, Johann Michael, Maler, 1744. 
Tauber, Johann Matthias, Maler, Bürger, 
1737. 10 ) Theuniss, Jakob, Porceleynschilder, 
1686. Täschner, Ioh. Jörg, Maler, Bürger, 
1715. 7I ) Utz, Johann Georg Jeremias, Maler, 
Bürger, 1752. Utz, Johann Leonhard, Maler, 
Bürger, 1752. 72 ) Bölcker, Johann Henrich, 
P-arbeiter, 1718. Bölcker, Heinrich, Maler, 
69) Er war aus Straßburg i. E. gebürtig; der 
Faktor in der Porcellain Fabrik, Dangers, stellte ihm 
ein gutes Zeugniß aus. 
To) Aus Nürnberg gebürtig und 31 Jahre alt, war er 
14 Zahre in der Fremde gewesen und zwar in den Fabriken 
zu Kopenhagen, Dresden, Groß-Zerbst, Ham 
burg, Minden a. d. Weser und zuletzt in Kassel. 
Friedrich hat in seinem Aufsatz über die Nürnberger 
Fayencefabrik (Zeitschr. d. bayer. Kunst-Gewerbe-Vereins 
in München. Jhrg. 1889, S. 8 ff) zwei Fayencemaler 
Namens Tauber erwähnt, Georg Michael und Jo 
hann Michael, von denen sich Arbeiten aus dem Jahr 
1720 im Kgl. Kunstgewerbemuseum zu Berlin vorfinden. 
Der erstgenannte dürfte wohl ein Bruder von unserm 
Ioh. Matthias, der zweite beider Vater gewesen sein. 
71 ) Gebürtig aus Bockenheim. 
To) Aus Kreilsheim im Ansbachischen stammend, 
kam er mit seinem Sohn, Ioh. Georg Jeremias, der 
1 Jahr und 3 Monate in der Kasseler Fabrik ge 
arbeitet hatte, nach Hanau. 
Bürger, 1712. Volst (Wolst), Johann Daniel, 
Maler, Bürger, 1732. Weber, Leonhard, Maler, 
Bürger, 1710. Weiß, Samuel, Maler, Bürger, 
's 1704. Weust, Philips, Backer, Bürger, 
1664. 73 ) Wolf, Daniel, Dreher, Bürger, 1736. 
Wolf, Joachim Leonhard, Maler, Bürger. 
1730. 14 ) Wolf, Johann Daniel, Maler, Bürger, 
1735. Zenckert, Ioh. Nicolaus, Brenner, 1776. 
Zörckel, Ioh. Wilhelm, Maler, Bürger, f 1725, 
64 Jahr alt. 
Wir dürfen wohl schließlich die Erwartung 
aussprechen, daß vermittelst des vorstehenden 
Verzeichnisses, da doch sicher der eine oder andere 
von den darin genannten Malern seine Arbeit 
mitunter mit dem vollen Namen oder den 
Initialen davon bezeichnet hat 73 ), manche bisher 
unbestimmbare Fayencen sich als Hanauer Er 
zeugnisse werden feststellen lassen. 
TO) Dem Rezeptionsprotokoll nach war er aus Hotter- 
dam. 
74 ) Er produzirte einen ihm vom Onoltzbachischen 
Verwalter über die Porcellain Fabrique daselbst, Georg 
Christian Oßwald, unterm 14. April 1728 ertheilten 
Lehrbrief. 
?5) So könnte z. B. die Malerei auf einem in des 
Verfassers Besitz befindlichen und auf der Unterseite mit 
^175(F' bezeichneten Teller von Johann Caspar 
Sch äff er herrühren. 
U Krhàng öer Uanögrasschafi Wessm-Uassel zum 
Kursürstmthum. 
Von F. Iweriger. 
(Schluß.) 
îsür den zweiten Tag der zu Ehren der Er- 
ffl Hebung der Landgrafschaft Hessen zum Kur- 
C7 J fürstenthum in Kassel veranstalteten Festlich 
keiten, für Montag den 16. Mai 1803, war in 
dem Programme zunächst großes Ordenskapitel 
vorgesehen. Um 12 Uhr Mittags versammelte 
sich der Hof, um dem Ritterschlag der neuen 
Ritter des am 14. August 1770 vom Landgrafen 
Friedrich II. gestifteten kurfürstlichenHaus-Ordens 
vom goldenen Löwen beizuwohnen. Der Kurfürst 
als Ordensmeister erschien in der hellblau sammt- 
nen Ordenskleidung und in dem roth atlassnen 
mit Hermelin verbrämten Mantel. Er nahm 
Platz auf dem Thron, um den sämmtliche Ordens 
ritter, — es waren deren damals 39 — zu 
beiden Seiten in einem Halbzirkel herumsaßen. 
Unter strikter Beobachtung des herkömmlichen 
Zeremoniells wurden feierlich zu Rittern ge 
schlagen der Prinz Wilhelm von Hessen-Kassel, 
der General-Lieutenant Wilhelm Julius von 
Schenk zu Schweinsberg, der Geheime Rath 
und Oberappelationsgerichts - Präsident Ludwig 
Helmuth Heinrich von Jasmund und der Geheim- 
Rath und Erbmarschall Johann Konrad von 
Riedesel. Dieser feierliche Akt dauerte bis gegen 
drei Uhr. Hiernach fand große Rittertafel im 
Ordenssaale statt, an welcher der Kurfürst mit 
sämmtlichen Rittern theilnahm, und bei welcher 
der Pokal nach alter Sitte unter Pauken und 
Trompetenschall auf die Wohlfahrt des Kurhauses 
Hessen geleert wurde. 
' Abends 6 Uhr wurde in dem kurfürstlichen 
Hoftheater ein versistcirtes Schauspiel in drei Akten 
und mit Gesängen: „Hesus oder Lohn für Vater 
landsliebe" aufgeführt, welches der Inspektor des 
Kadettenhauses W. Döring eigens für diese Feier 
lichkeit gedichtet hatte. Die Musik der Gesänge 
war von dem Schauspiel-Unternehmer Haßloch
	        

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