Full text: Hessenland (6.1892)

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5. Eschwege, Realschule. Ponlani, Statistische Zu 
sammenstellung derSchüler 1841—1891. 
6. Homburg, Realschule Gieße, Venceslav, tra- 
gedie de Rotron, 1647. 
7. Marburg, Realschule. § empfing, Geschichte 
der Realschule von 1838—1867 und 
Rückblicke auf das 25 jährige Bestehen 
des Realprogymnasiums 1867—1892. 
n. 
Es ist uns folgende Mittheilung zur Veröffent 
lichung zugegangen: „Die Einnahmen bei den 
Aufführungen des Treller'scheu Weihnachts 
festspiels haben betragen 54 91 M. 30 Pf, die 
Ausgaben dagegen 4 397 M. 40 Pf. so daß ein 
Ueberschuß von 1093 M. 90 Pf. erzielt ist, aus 
welchem nach dem Emessen des Gesammtausschusses 
bedacht wurden: 1) der Frauenverein für Kranken 
pflege hier, 2) der Vaterländische Frauenverein hier, 
3) das Diakonisseuhaus in Wehlheiden, 4) das Dia 
konissenheim hier, 5) das Elisabethkloster hier, 6) die 
Suppenanstalt hier, 7) der Verein gegen Hausbettelei 
hier (zur Beschaffung von Kohlen für Arme), 8) die 
Odd-Fellow-Stiftung hier (für arme Konfirmanden), 
9) die Armenpflege der hiesigen sechs Kirchengemeinden 
und 10) dreiunddreißig hiesige arme und würdige 
Familien. Die geprüfte Rechnung ist nebst dem 
übrigen Schriftwechsel der hiesigen Landesbibliothek 
zur Aufbewahrung übergeben worden. Kassel, am 
26. März 1892. Der Vorstand, v. Stamford, 
Major a D., Vorsitzender. Barn er, Stadtkämmerer, 
Schriftführer." 
Die „Kasseler Nachrichten" bringen in ihrer 
Nummer 86 von Sonntag den 27. März folgenden 
Artikel: 
,,-t. Eine bedauerliche Thatsache. Herr 
Dr. Hugo Brunner, Bibliothekar an der Landes 
bibliothek, Mitglied des christlich-sozialen Arbeiter-f!!) 
Vereins, hat es glücklich fertig gebracht, ein anti 
semitisches Kukuksei in das „Hessenland" zu legen, 
und zwar findet sich dasselbe in der letzten Nummer 
in dem Artikel „Kirche und Schule in Hessen nach 
dem 30jähr. Kriege". Wir nehmen an, daß der 
Herausgeber des „Hessenland", Herr Zwenger, dem 
solche Tendenz stets fremd war, den Artikel nicht vor 
her genau gelesen hat, sonst würde er den anzüglichen 
Passus sicherlich nicht gebracht haben. In jedem 
Falle erwarten wir eine Erklärung des Herausgebers 
in der nächsten Nummer." 
Welche Gründe Herrn -t bestimmt haben, vor 
stehenden Artikel zu veröffentlichen, wissen wir nicht, 
wir sind auch, offen gestanden, gar nicht gespannt 
darauf, dieselben zu erfahren. Wir würden auch 
den Auslassungen des Herrn -t keine weitere 
Beachtung geschenkt haben, wenn wir es nicht für 
unsere Pflicht hielten, den in denselben enthaltenen 
unwahren Angaben und falschen Unterstellungen ent 
gegentreten zu müssen. Auf solchen bauen sich aber 
die gegen den Verfasser der Abhandlung „Kirche 
und Schule in Hessen, während und nach dem 
| dreißigjährigen Kriege", Herrn Bibliothekar Dr. Hugo 
Brunner und den unterzeichneten Herausgeber und 
Redakteur der Zeitschrift „Hessenland" gerichteten, 
höchst verletzenden Angriffe auf. Von unserem hoch 
geschätzten Mitarbeiter, dem verdienstvollen Historiker 
Dr. Hugo Brunner ist cs bekannt, daß er bei seinen 
geschichtlichen Arbeiten stets streng kritisch zu Werke 
geht und nur zuverlässige Quellen benutzt. Auch ist 
ihm bei voller Beherrschung des Stoffes möglichst 
sachliche, objektive Darstellung nachzurühmen. Jeder 
unbefangene Leser des „Hessenlandes" wird zugeben 
müssen, daß in der von Herrn -t angezogenen, die 
Juden nach Ablauf des 30jährigen Krieges betreffen 
den Stelle des Aufsatzes („Hessenland" Nr. 6, 
S. 71) von antisemitischen Tendenzen auch nicht im 
Entferntesten die Rede sein kann. Nur einem Herrn 
-t blieb es vorbehalten, anderer Meinung zu sein! 
0 8i taeui8868! Was nun den dem Herausgeber 
des „Hessenlandes" gemachten Vorwurf der Leicht 
fertigkeit anbelangt, welcher in der Annahme ent 
halten ist, daß er den Artikel vorher nicht genau 
gelesen habe, so können wir die Versicherung ab 
geben, daß sämmtliche uns zur Veröffentlichung im 
„Hessenland" zugehenden Einsendungen stets gewissen 
haft auf ihren Inhalt geprüft werden. So ist es 
denn auch mit dem beliebten „Kukuksei", das in der 
Phantasie des Herrn -t spukt, nichts. Nur eins ist 
wahr in dem Artikel des Herrn -t, das nämlich, 
daß der Herausgeber des „Hessenlandes" den anti 
semitischen Tendenzen vollständig fern steht. 
Daß Herr -t am Schluffe seiner Herzensergießung 
an den Herausgeber des „Hessenlandes" in kate 
gorischer Weise die unqualisicirbare Zumuthung stellt, 
in der nächsten Nummer eine Erklärung abzugeben, 
zeugt von einer Ueberhebung, die wir als eine in 
hohem Grade anmaßliche, um uns nicht eines 
schärferen Ausdruckes zu bedienen, zurückweisen müssen. 
Der Artikel des Herrn -t führt sich mit der Spitz 
marke „eine bedauerliche Thatsache" ein. Dem stim 
men wir zu, freilich in einem anderen Sinne, als 
es der Verfasser meint. Wir halten es in der That 
für höchst bedauerlich, daß sich Herr -t zu solchen 
verwerflichen, auf Unwahrheit beruhenden Angriffen 
hat hinreißen lassen können, und daß sich eine Kasseler 
Zeitung bereit gefunden hat, denselben ihre Spalten 
zu öffnen. F. Zwenger. 
Hessische Kücherschau. 
D i e v o r m a l s k u r h e ss i s ch e A rm e e d i v i s i o n 
im Sommer 1 666. Auf Grund des vor 
handenen aktenmäßigen Materials sowie der eige 
nen Erlebnisse dargestellt vou Julius von 
Schmidt, Generallieutenant z. D. (1866 
Hauptmann im kurhessischen Generalstabe). Kassel, 
Verlag von Max Brunnemann 1892.
	        

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