Full text: Hessenland (6.1892)

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(18) die Zeitschrift für Vermessungskunde, Herr- 
Professor Dr. Krause in Zerbst (1), Herr Dr. 
Lechner in Nürnberg (3), Herr L e p k e (1), Herr- 
Konsul Luckhardt (1) ein werthvolles Werk von 
Latzina über Argentinien, die k. k. L an d e s b i b l i o t h e k 
zu Graz (I), Herr Maehliß (!), Niniotore 
de 1 ’ E n s e i g ü e m e n t in Paris (8) das Musee 
pedagogique, Herr Dr. Moehl (l), Herr Dr. ^ur. 
MoUat in Leipzig (1), Herr Theatermaler Neu 
mann in Dresden (!), Herr Bibliothekar Dr. Nick 
in Darmstadt (i), Herr Konsul a D. Dr. Ochsenius 
in Marburg, der die Bibliothek schon mehrmals reich 
lich beschenkt hat. weitere 32 Bünde, Herr Dr. Osius 
Mitglied der Direktion der Landeskreditkasse, (22) 
meist Schriften wohlthätiger Vereine, königliche 
Polizei-Direktion (1), Herr Landeshauptmann 
Gras Posa dowsky-Weh ner in Posen (t) die 
Geschichte seines Geschlechtes, The Prince- 
Soeiety in Boston (2), Herr F. Reucker in 
Homburg (1), Herr Rechtsanwalt Dr. Rocholl (8) 
Handschriften und Bücher, die Pflege der Verwundeten 
1870/7! und den hessischen Agnatenprozeß betreffend, 
Herr Rechtsanwalt Dr. Rothfels (I), Herr- 
Sa ec oni (1), Herr Dr. C. Scherer (3), Frau 
Sanitätsrath S chm idt (I), Se. Exzellenz General- 
lieutenant z D. v. Schmidt (14) Karten und Pläne 
zur Geschichte des siebenjährigen Krieges und einige 
fehlende Militär-Ranglisten, Herr Buchbindermeister 
Schm i n cke (!), Herr Schneiders!), Herr Prof. 
Dr. Schröder in Marburg (1), Herr Dr. phil. 
Seelig (1), Herr Photograph Seldt (!) eine von 
ihm photographisch aufgenommene hessische Regenten- 
tasel, Herr Pfarrer Sieberl (1), Herr Prof. Dr. 
Speyer (2) ein werthvolles Werk über die Familie 
Keller-Escher, S tud ien ansta lte n zu Neustadt 
an der Hardt (!) und zu Würz bürg (I), Herr 
Buchhändler T eub ner in Leipzig (!), Herr Direktor 
Thon (!), Herr T r ü b n e r in Straßbnrg i. E. (2), 
Herr Ulrich (1), Universität Freibnrg i. B. 
(!), Hi storisch er V ere in zu St. Gallen (!), Neu 
phi lolo gisch er V er ein zu Marburg (I), Verein 
von Alterthumsfreunden im Rheinlande (!) seine Fest 
schrift, das Wahl-Comite für die Reichstags 
wahl Kassel-Melsungen des antisemitischen Wahl 
vereins (!1), Frau Wigand (16), Herr Direktor 
Dr. Wittich (11), Herr Dr. 2BHinter in Alt 
morschen (1) und Herr Amtsrichter a. D. Freiherr- 
Wolfs von Gudenberg, Mitglied der Direktion der 
Landeskreditkasse, (48) werthvolle juristische Werke 
aus dem Nachlasse seines Vaters. 
Allen diesen verehrten Gebern gebührt der wärmste 
Dank der ständischen Landesbibliothek und ihrer 
Benutzer. Mögen solche willkommenen Zuwendungen 
an Zahl und Werth auch ferner gleich bleiben! 
Am 16. Februar feierte unser hessischer Lands 
mann, der Geheime Medizinalrath Professor 
Dr. FranzKönig in Göttingen, einer der her 
vorragendsten Chirurgen der Gegenwart, seinen 
60. Geburtstag. Er ist geboren zu Rotenburg an der 
Fulda, wo sein Vater, der nachmalige Physikus und 
Medizinalrath Dr. Christian König in Ziegenhain, 
in den dreißiger Jahren als praktischer Arzt thätig 
war. Von 1848 bis Ostern 1851 besuchte Franz 
König das Gymnasium zu Marburg. Hiernach 
studierte er auf der hessischen Landesuniversität und 
in Berlin Medizin. In Marburg war er ein sehr- 
angesehenes Mitglied des Corps Teutonia, bei welchem 
er vom Sommersemester 1853 bis zum Winter 
semester 1854 die Würde des Seniors bekleidete, nachdem 
er vorher auch dritter und zweiter Chargirter gewesen 
war. Die Theilnahme an dem flotten Studenten 
leben hinderte ihn aber nicht, seinen Studien sich 
mit bestem Erfolge zu widmen und hier den Grund 
zu seiner späteren ruhmvollen Wirksamkeit zu legen. 
Seine fachmännische Ausbildung in der operativen 
Medizin verdankle er den berühmten Chirurgen 
Wilhelm Roser in Marburg und Langenbeck in 
Berlin. Nachdem er 1855 auf Grund einer unter 
Leitung des Marburger Professors der Geburtshilfe 
Dr. Karl Christoph Hüter gefertigten Untersuchung 
zur Lehre vom Becken zum Doktor der Medizin 
promovirt worden war, und nach rühmlichst be 
standenem Staatsexamen in der Medizin, Chirurgie 
und Geburtshilfe, begann er seine praktische Thätig 
keit als Arzt in Homberg. Kurze Zeit darauf 
wurde er zum Physikaisassistenten in Hanau ernannt. 
Ein glücklicher Zufall fügte es, daß ihm zugleich die 
Stelle eines Gehilfsarztes bei dem Hanauer Land- 
krankenhause übertragen wurde. Damit war ihm die 
Gelegenheit geboten, sich als Chirurg zu bethätigen. 
Verschiedene ^vortreffliche Veröffentlichungen machten 
seinen Namen in der wissenschaftlichen Welt so vor- 
theilhaft bekannt, daß die Rostocker medizinische 
Fakultät 1869, als das Ordinariat für Chirurgie 
innerhalb derselben durch die Uebersiedelung des Pro 
fessors Dr. Karl Hüter, eines ehemaligen Kommilitonen 
König's in Marburg und Berlin, nach Greifswalde 
erledigt war, kein Bedenken trug, den Hanauer 
Hospitalsarzt für dasselbe zu berufen, obwohl dieser 
zuvor niemals ein akademisches Lehramt bekleidet 
hatte. Es war dies eine ganz besondere Bevor 
zugung, da in der Regel zu ordentlichen Professoren 
nur Dozenten mit längerer Lehrthätigkeit berufen 
werden. Dr. König nahm den Ruf an, und mit 
seinem Eintritte in die akademische Laufbahn er 
weiterte sich sein Schaffensfeld in hohem Grade. In 
Rostock verblieb er bis zum Jahre 1875, in welchem 
er der Berufung nach Göttingen als Professor der 
Chirurgie und Direktor der chirurgischen Klinik folgte. 
Dort scheint er sich heimisch zu fühlen, verschiedene 
sehr Vortheilhafte Berufungen, u. a. nach Bonn, hat 
er abgelehnt. Er zählt zu den Zierden der alma 
Georgia Angusta und erfreut sich hohen Ansehens
	        

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