Full text: Hessenland (6.1892)

Das „Hesstrrlarrd", Zeitschrift für hessische Geschichte undLiteratur, erscheint zweimal monatlich 
zu Anfang und in der Mitte jeden Monats, in dem Umfange von 172—2 Bogen Quartformat. Der Abonnementspreis 
beträgt vierteljährlich 1 Mark 50 Pfg. Einzelne Nummern kosten je 3 0 Pfg. Auswärts kann unsere Zeitschrift 
durch direkte Bestellung bei der Post, oder durch den Buchhandel, auf Wunsch auch unter Streifband, 
bezogen werden; hier in Kassel nimmt die Buchdruckerei von Friedr. Scheel. Schloßplatz 4 (Fernsprecher Nr. 372), 
Bestellungen an. In der Post-Zeitungsliste für das Jahr 1893 findet sich das .Hessenland" eingetr. unter Nr. 2969. 
Anzeigen werden mit 20 Pfg. für die gespaltene Petitzeile berechnet und nur durch die Annoncen-Expedition 
Kaafenstern & Wogter K.-H. in Hasset oder deren übrigen Filialen angenommen. 
Mein Vaterland. 
i 
Is Gott öle Gröe einst gemacht, 
Hst er ein Tsnö sich noch eröachk, 
Die schönsten Hügel wählte er 
aus Sem Vergeskranz umher. 
Gr stocht von frischem Grün öareln 
Das Prächtigste an Valö unö Hein. 
An Nu unö Anger, Wies' unö Thal, 
Anö Grünöen ohne Muh unö Sahst 
Die Gröe that öie Dronnen auf, 
Da flössen risch unö rasch im Tauf, 
Die Fulöa, Werra, Tahn unö Main, 
Unö Silberküche rauschten ürein. 
Dies Tanö öer Hügel unö öer Höhn 
Gab Gott üem Hessenvolk zum Teh'n, 
Daß es in Ehren schlicht unö treu 
Anö starken Arms ihm Hüter sei. 
Da wuchsen Stäöte rasch empor, 
Mil hohen Sinnen, Thurm unö Thor 
Anö schmucke Dörfer, blink unö blank, 
Nnö Mühlen, Dach unö Fluh entlang. 
Denn hoch hielt stets unö ehrenwerth 
Der Hesse Haus unö Hof unö Herö 
Anö wahrte stolz 5er Treue Duhm 
Als fein ererbtes Eigenthum- 
Sinö seiner Derge Schächte gleich 
An Golö- unö Silbererz nicht reich, 
Wächst ihm am Derghang auch Kein 
Ist öoch sein Stolz öas Heim allein. 
)eim, öas zwar im Schweif; nur Drot, 
Doch aller Seit ihm reichlich bot. 
Bleibt ihm öas höchste Gröenglück, 
Anö geht er such, er — Kehrt zurück. 
Drum, lieber Gott, Dir Preis unö Dank, 
Dah ich rin Hesse frei unö frank, 
Daß Du öas liebe Heffenlanö 
So schön gemacht, mein Vaterlanö! 
Ludwig Mohr. 
M 24.
	        

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