Full text: Hessenland (6.1892)

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Werke und seine Zeitgenossen", 1866—1872, und 
„Diego Velasquez und sein Jahrhundert", 1888.— 
Ter Professor der Philosophie Dr. Julius Berg 
mann ist am 1. April 1810 zu Opherdik in West 
falen geboren. Er besuchte das Gymnasium zu 
Duisburg, studierte dann in Göttingen und Berlin 
Mathematik und Philosophie, wurde 1872 zum 
ordentlichen Professor der Philosophie in Königsberg 
ernannt und 1875 von da nach Marburg berufen. 
Von seinen Schriften sind hervorzuheben: „Das erste 
Problem der Ortologie" (1665); „Grundlinien einer 
Theorie des Bewußtseins" (1870); „Zur Beurtheilung 
des Kritizismus vom idealistischen Standpunkt" 
(1875); „Reine Logik" (1879); „Sein und Er 
kennen" (1880); „Das Ziel der Geschichte" (1881); 
„Die Grundprobleme der Logik" (1882); „Materia 
lismus und Monismus" (1882); „Ueber das 
Richtige" (1683); „Ueber den Utilitarianismus * 
(1883); „Vorlesungen über Metaphysik mit besonderer 
Beziehung auf Kunst" (1886); „Ueber das Schöne" 
(1887). 
Dem Privatdozenten für Völkerkunde an der Uni 
versität Marburg, Dr. phil. et med. Karl 
von den Steinen, ist in Anerkennung seiner 
wissenschaftlichen Leistungen das Prädikat „Professor" 
verliehen worden. — Zu außerordentlichen Professoren 
der Universität Marburg siud die Privatdozenten 
Dr. Franz Tuczck und Dr. Adolf Elsas, 
ersterer in der medizinischen, letzterer in der philo 
sophischen Fakultät, ernannt worden. 
Hessische Sücherschau. 
C o t t a 's ch e r M u s e n - A l m a n a ch für das 
Jahr 1 8 9 2. Herausgegeben von Otto 
Braun. Mit sechs Kunstbeilagen. Stuttgart 
1892. 
Gleich seinem Vorgänger enthält auch dieser von 
unserem verehrten hessischen Landsmanne Dr. Otto 
Braun in München, dem früheren Chefredakteur der 
„Allgemeinen Zeitung" in Augsburg und München, 
herausgegebene „Musen-Almanach" eine Sammlung 
von Prosadichtungen, poetischen Erzählungen und 
Balladen, lyrischen Gedichten und Spruchdichtungen, 
zu welcher die namhaftesten deutschen Dichter der 
Gegenwart, 50 an Zahl, unter ihnen Friedrich 
Bodenstedt, Felix Dahn, Georg Ebers, Ernst Eckstein, 
Paul Heyse, Hans Hopfen, Hermann Lingg, Konrad 
Ferdinand Meyer, Emil Rittershaus, Otto Roquette, 
Graf Adolf Friedrich von Schack, Carmen Sylva 
rc. rc., Beiträge geliefert haben. Dem auch äußerlich 
prachtvoll ausgestatteten Werke sind sechs vortreffliche 
Kunstbeilagen eingefügt. Dasselbe enthält wahre Perlen 
echter Poesie, und wird es deshalb willkommen sein 
und freundlichste Aufnahme finden. 
Das Casseler Gymnasium der siebenziger 
Jahre. Erinnerungen eines Schülers aus da- 
maliger Zeit. Berlin, Verlag von Walther u. 
Apolant, 1891. 
Ueber diese im Oktober vorigen Jahres erschienene 
und damals in unserer Zeitschrift bereits erwähnte 
Broschüre urtheilt Professor Dr. Hans Delbrück in 
den „Preußischen Jahrbüchern" wie folgt: 
„Rach dem Titel vermuthet man Erinnerungen 
eines Mitschülers des Kaisers und vielleicht allerlei 
mehr oder weniger pikante persönliche Anekdoten. 
Der Inhalt ist aber ein ganz anderer Es ist eine 
C h a r a k t e r i st i k u n s e r e r bisherigen Gym- 
n a s i a l - E r z i e h u n g, dargethan an den persön 
lichen Erinnerungen eines Einzelnen. Dieser Einzelne 
aber, der Verfasser, ist ein Mann von ungewöhnlicher 
Bildung, ausgezeichnetem Erzähl- und Darstellungs- 
talent und verständnißvollem, freudigem Urtheil. So 
fern die Gegenstände einander liegen, so möchte ich 
sie in der Weltanschauung und Wiedergabe den 
prächtigen Rindfleisch'schen Feldbriefen vergleichen. 
Die Schrift ist daher ein vorzüglicher Beitrag sowohl 
zur Geschichte der deutschen Pädagogik, als auch zur 
Gewinnuug einer gesunden Ansicht in den obschwcbenden 
Streitfragen über die Reform des höheren Unterrichts." 
Briefkasten. 
Fr. St. Kassel. Wir werden Ihrem Wunsche bald 
möglichst nachkommen. 
U. F. Witzenhausen. Wir nehmen Ihr freundliches 
Anerbieten mit Dank an und bitten um baldgefällige Zu 
sendung. 
P. N. Hofbieber. Besten Dank. Zur Ausnahme in 
eine der folgenden Nununern bestimmt. 
W. Sp. Sonnenberg. Sie erhalten in einigen Tagen 
brieflich Aufklärung über den Grund der uns selbst un 
liebsamen Verzögerung. 
A*. Berlin. Wird demnächst gebracht. 
Dr. A. R. Laubach. Erhalten und mit Dank ange 
nommen. Freundlichsten Gruß. 
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