Full text: Hessenland (6.1892)

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Das „HkstieirsltzUd", ZeitschriftsürhessischeGeschichteundLiteratur, erscheint zweimal monatlich, 
zu Ansang und in der Mitte jeden Monats, in dem Umfange von I>/s—2 Bogen Quartformat. Der Abonnementspreis 
beträgt vierteljährlich 1 Mark 50 Psg. Einzelne Nummern kosten je 30 Pfg. Anzeigen werden mit 20 Pfg. 
für die gespaltene Petitzeile berechnet. Auswärts kann unsere Zeitschrift durch direkte Bestellung bei der Post, oder 
durch den Buchhandel, auf Wunsch auch unter Streifband bezogen werden; hier in Kassel nimmt die Buchdruckerei 
von Friedr. Scheel, Schloßplatz 4, Bestellungen, ebenso Anzeigen an. Zn der Post-Zeitungsliste für das Zahr 1892 
findet sich das „Hessenland" eingetragen unter Nr. 2934. 
Inhalt der Nummer 13 des „Hessenland": „Frauenlob", Gedicht von D. Saul; „Stadt und Bad Hofgeis 
mar", von K. Neuber (Schluß); „Aus dem Leben Franz Dingelstedts", Altes und Neues, von F. Zwenger (Fortsetzung); 
„Die Meuterei des Großherzoglich Franksurtischen zweiten Landwehrbataillons Fulda im Sommer 1814", von Z. Nebel- 
thau; „Das Hoftheater in Kassel" (Fortsetzung); „Ursula", eine Geschichte aus Waldesgründen, von Wilhelm Speck 
(Fortsetzung); „Der Schmied", Gedicht von Carl Weber; „Von einem Einsamen", Gedicht von Otto Weiden; 
„Das Schloß am Berge", Gedicht von Ernst Wolfgang Heß von Wichdorsf; „Aus Heimath und Fremde"; „Hessische 
Bücherschau"; Anzeigen. 
^l^efügl hot dos Geschick voll Huld, 
tjl Als es gerichtet uns Sie Wage: 
I Wir bleiben in bes Weibes Schuld 
Dis zu dem letzten unsrer Tage. 
Von jenen dunkeln Munden an, 
Da uns der Mutter Hand geleitet, 
Dis da aus unsres Daseins Dahn 
Die Diebe Vlunien ausgebreitet. 
Ts heißt, daß aus dem Paradies, 
Dem abgeschiednen, segenssiillen. 
Der Gherub unsre Vordem stieß 
im eines Weibes Fehle willen. 
Da ward von Gott ihr ein Geheiß: 
Das Eden. das durch ihre Sünden 
Verloren ging, soll sie mit Fleiß 
Nus Erden neu uns baun und gründen. 
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Die nahm die schwere Pflicht als Recht, 
Lud willig auf sich all' die Plagen, 
Und von Geschlecht hat zu Geschlecht 
Die eine Schuld sie abgetragen. 
Dnilt ist nun Alles, was geschehn, 
Die alte Rechnung ist gestrichen; 
Was sie verfehlt hat und versehn. 
Ist übermäßig ausgeglichen. 
Des Weltalls Reichthum unbegrsnzt, 
Er kann uns doch das Glück nicht bauen. 
Wenn über unserm Dein nicht glänzt 
Die holde Diebe reiner Frauen. 
Wer noch so arm und so gering, 
Doch selig will ich nennen Jeden, 
Der solches Weibes Huld empfing —, 
Er fand den Weg zurück nach Eden. 
D. Haut.
	        

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