Full text: Hessenland (5.1891)

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Landgrafen von Hessen, von Carl von Stamford; 
2) Inventarium der Artillerie Landgraf Philipps 
des Großmüthigen, von Joseph Schwank; 3) die 
Jerusalemfahrten der Grafen Philipp Ludwig (1484) 
und Reinhard von Hanau (1550), von Reinhold 
Röhricht; 4) die Antitbesis Christi et Papae in 
der Schloßkirche zu Schmalkalden, von Otto Gerland; 
5) Beiträge zur Geschichte der Schifffahrt in Hesien, 
besonders auf der Fulda, von Hugo Brunner; 
6) aus den letzten Tagen des Königreichs West- 
phalen; 7) die Theilnahme des Kurfürsten Wil 
helm I. von Hessen am Oesterreichischen Krieg 1809, 
von Willi Varges; 9) aus alten Geschoßregistern, 
von Gustav Siegel. 
Das kürzlich ausgegebene 10. Heft der Zeit 
schrift des Vereins für Hennebergische Ge 
schichte und Landeskunde, Schmalkalden und 
Leipzig, Kommissionsverlag von F. Wilisch's Buch 
handlung (Max Westphal), enthält außer dem Mit 
gliederverzeichnisse nachstehende Aufsätze: 1)die innere 
Einrichtung eines Fürstenschlosses im 16. Jahrhun 
dert (Wilhelmsburg in Schmalkalden), von Dr. Otto 
Gerland, Senator und Polizeidirigent in Hildes 
heim ; 2) Entstehung und erste Entwickelung des 
ehemaligen Klosters in Herrenbreitungen, von 
Pfarrer August Vilmar, früher in Herrenbrei 
tungen, jetzt in Schmalkalden; 3) die Steinmetz 
zeichen des Kreises Schmalkalden, von R. Matthias, 
Apotheker in Schmalkalden. — Dem Vorberichte zu 
dem vorliegenden Hefte entnehmen wir, daß der 
Verein für Hennebergische Geschichte und Landeskunde 
im Jahre 1873 auf Veranlassung des Archivrathes 
Professor Dr. Brückner in Meiningen durch die 
Herren Rechtsanwalt Dr. Otto Gerland, Super 
intendent Wiß, Obersekretär Klingelhöffer, Berg 
direktor Neuber, Kaufmann Baumbach, Obersekretär 
Großheim, Hotelbesitzer Pfannstiel und Kantor Fuld- 
ner in Schmalkalden gegründet worden ist. Wäh 
rend der 18jährigen Zeit seines Bestehens ist der 
selbe eifrig bemüht gewesen, die reiche geschichtliche 
Vergangenheit von Stadt und Kreis Schmalkalden 
zu erforschen und die daselbst vorhandenen geschicht 
lichen Denkmäler zu pflegen und zu erhalten. Der 
Verein zählt gegenwärtig 92 ordentliche und 6 Ehren 
mitglieder. Einen geradezu überraschenden Umfang 
haben die im Laufe seines Bestehens angelegten 
Sammlungen angenommen. Letztere sind in acht Räu 
men des Schlosses Wilhelmsburg untergebracht; die 
Bibliothek umfaßt weit über 8000 Bände, und ist 
ihre Aufstellung und Katalogisirung nach Fächern 
in den letzten zwei Jahren eifrig gefördert worden. 
Die kulturhistorische Sammlung weist gegenwärtig 
2260, das Archiv 1983 Nummern auf. — Der 
Verein gab in den Jahren 1875, 1877 und 1880 
die ersten drei Hefte seiner Zeitschrift heraus, es 
folgten dann bis zum Jahre 1889 sechs Bücher 
und zwei Bände Addenda und Corrigenda der 
Historia Schmalcaldica von Johann Konrad Geist 
hirt in sechs Heften, sodaß das jetzt vorliegende Heft 
die zehnte wisienschaftliche Veröffentlichung des Ver 
eins bildet. — Der gegenwärtige Vorstand des 
Vereins besteht aus den Herren Apotheker R. Mat 
thias, Vorsitzendem; Oberförster Baustädt, stellver 
tretendem Vorsitzenden; Postsekretär I. Völker, 
Schriftführer; Rentner E. Chr. Wolf, Kassierer, 
sämmtlich in Schmalkalden. 
Von Franz Treller, unserem hessischen 
Dichter und Schriftsteller, der sich durch seine Er 
zählungen „Gela" und „Marielies", sowie durch sein 
Volksspiel „Philipp der Großmüthige" bereits in der 
zeitgenössischen Literatur einen sehr geachteten Namen 
erworben hat, und dem auch unsere Zeitschrift 
„Hesienland" treffliche Beiträge, wie „Wolnoth", „der 
lange Hennes", „die Botenfrau" rc. verdankt, wird 
demnächst bei Max Brunnemann in Kaffel unter 
dem Titel: „Vergessene Helden, eine Er 
zählung aus dem nordamerikanischen Unabhängig 
keitskriege" ein neues Werk erscheinen, zu dem der 
Verfasser das reiche Handschriftenmaterial der Landes 
bibliothek zu Kassel, sowie die vorhandene kriegs 
geschichtliche Literatur benutzt hat, dabei jedoch nicht 
einseitig deutschen und hessischen Schriftstellern allein 
gefolgt ist, sondern gleichzeitig englische und amerikanische 
Historiker, vor allen Stedman und Dancrofi, zu 
Rathe gezogen hat. Der Gegenstand des Werkes 
selbst ist gerade für uns Hesien von besonderem 
Interesse, und der Name Franz Treller bürgt allein 
schon dafür, daß wir es hier mit einer gediegenen 
literarischen Schöpfung zu thun haben, die denn 
auch des besten Erfolges sicher sein kann. A. A. 
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Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: F. Zw enger in Fulda, Druck und Verlag vonFriedr. Scheel in Kaffel.
	        

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