Full text: Hessenland (5.1891)

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Schilderung zu rechnen. Wer den Krieg in seiner 
brutalsten Wirklichkeit, aber auch mit den erhebenden 
Zügen von Bravour und Hingabe, die er weckt, 
kennen lernen will, findet außer auf dem Schlacht- 
felde selbst, kanin eine bessere Gelegenheit, als in 
dieser Schrift. Die blutigste aller Schlachten seit 
Erfindung des Schießpulvers, in der von 210,000 
Streitern 70,000 auf dem Platze blieben, von deren 
Wahlstait Napoleon selbst sagte, daß kein Schlachtfeld 
von alle» seinen Fcldzllgen mit diesem zu vergleichen 
gewesen, ist bekanntlich auch kriegsgeschichtlich Überaus 
interessant; und wenn auch eingehendere, allgemein 
hervorragendere Schriften Uber sie vorhanden sind, 
so nimmt diese Monographie des Hauptmanns 
v. Ditfurth durch ihre besondere Würdigung des 
Antheils, den die zwanzig deutschen Reiterregimenter 
an der Schlacht nahmen, doch ein vorzügliches Inter 
esse in Anspruch. Ueber Stand, Organisation, Aus 
rüstung, Ausbildung dieser Regimenter, über den Geist, 
der sie beseelte, und der Vortheilhaft abstach von der 
französischen Loddrigkeit, Rohheit und Disziplinlosig 
keit, giebt das vorliegende Buch in Nachweisen und 
Schilderungen fauch packender Einzelheiten) genaue 
Auskunft. Den Reiteroffizier werden die Bemerkungen, 
welche der Verfasser einstreut, interessiren. Wiederholt 
sei aber betont: dem Laien, der einen lebendigen 
Eindruck von dem Verlauf und den Wirkungen einer 
großen Schlacht gewinnen will, kann dies Buch be 
sonders empfohlen werden." 
Es liegt uns das erste Vierteljahrsheft der 
„Qnartalblätter des historischen Vereins 
für das Großherzogthum Hessen", neue 
Folge, Jahrgang 1891, herausgegeben von 
vr. Gustav Nick, vor. Bereits in Nr. l l unserer 
Zeitschrift „Hessenland" wurde die Ausgabe der 
„Quartalsblätter" in vereinfachter Form angekündigt. 
Das erste Heft hat einen reichen, sehr gediegenen 
Inhalt. In einem Artikel „zur Einführung der 
neuen Folge der Qnartalsblätter" ist die Aufgabe 
angegeben, welche sich diese Zeitschrift gestellt hat, 
es folgen dann Vereinsnachrichten, historische und 
archäologische Mittheilungen: „Uber die Identität des 
Namens der Chatten und Hessen" von G. Freiherrn 
Schenk zu Schweinsberg und zwei Schreiben des 
Prinzen von Soubise an den Landgrafen Ludwig VIII. 
von vr. August Röschen; ein Artikel über „die 
großherzogliche Universitäts-Bibliothek zu Gießen" 
von dem Herausgeber vr. G. Nick; Fundberichte, 
ein Nachtrag zu dem Aufsatze „über die Identität 
des Namens der Chatten und Hessen" und „hessische 
Chronik der Monate Januar, Februar und März 
1891". Die „neue Folge der Quartalsblätter" hat 
sich mit diesem ersten Bierteljahrshcfte auf das Beste 
eingeführt. j 
Bei der Redaktion der Zeitschrift „Hessenland" 
sind eingegangen: 
XXXVI. und XXXXVII. Bericht des Vereins 
für Naturkunde zu Kassel über die Vercinsjahrc 
1889 und 1890, e>stattet vom zeitigen Geschäfts 
führer Realschuldirektor vr. K. Ackermann. Nebst 
sieben Abbildungen. Kassel I89l. Druck von 
L. Döll. 
Leitfaden der Provinz Hessen-Nassau. Zunächst 
zur Ergänzung der Ausgabe A und B der Schul- 
gcographie von C. von Seydlitz, herausgegeben von 
Rektor A. Gilb. Mit einem Bilderanhang. Breslau 
bei F. Hirt 1891. 
Verzeichniß neuer hessischer Litteratur. Jahrgang 
1890 nebst Nachträgen zu 1886 —1889. Von 
Edward Lohmeyer. Kasiel. Verlag von Max 
Brunnemann. 1891. 
Besprechung dieser Schriften folgt später. 
Briefkasten. 
F. T. Kassel. Wir nehmen Zhr freundliches Anerbieten 
dankbar an und sind mit den gestellten Bedingungen ein 
verstanden. Näheres brieflich. 
W. B. Kassel. Wird in aller Kürze besorgt werden. 
Freundlichsten Gruß. 
G. v. P. Marburg. Wir werden Ihrem Wunsche ent 
sprechen. 
G. Th. D. Marburg. Verbindlichsten Dank für die 
Notizen, die wir demnächst zu einem besonderen Artikel 
benutzen werden. Herzlichen Gruß. 
.1. A. K. Marburg. Haben Sie Dank für Ihre 
Mittheilung Zusendung, uns sehr erwünscht ge 
kommen sind. 
J. Gr. Fulda. Mußte wegen Raummangels für die 
nächste Nummer zurückgestellt werden. 
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SV* Hierbei eine Beilage: „Hessische Offiziere in 
Preußischen Diensten" von einem früheren Kur 
hessischen Offizier. (Schluß.) 
Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: F. Zw enger in Fulda, Druck und Verlag von Fried r. Scheel in Kassel.
	        

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