Full text: Hessenland (3.1889)

Das „Hejsenlan-", Zeitschrift für hessische Geschichte und Literatur, erscheint zweimal monatlich, zu Ansang 
und Mitte jeden Monats, in dem Umfange von V/2—2 Sogen Quartformat. Der Abonnementspreis beträgt gleichmäßig 
für hier und auswärts vierteljährlich 1 Mark 50 pfg. Einzelne Nummern kosten je 30 pfg. Auswärts kann unsere 
Zeitschrift durch direkte Bestellung bei der Post, oder durch den Buchhandel, aus Wunsch auch unter Streifband bezogen 
werden ; hier in Kassel nimmt die Redaktion, Jordanstraße >5, und die Buchdruckerei von Fried r. Scheel, Schloßplatz 4. 
Bestellungen an In der Post-Zeitungsliste für das Jahr 1889 findet sich das „Hejscnland" eingetragen unter Nr. 2705. 
Inhalt der Nummer 3 des „Hessenlandes": „Götterkind", Gedicht von Ad. Trabert; „Konrad von Bemelberg, der 
kleine Heß, der Landsknechtsoberst", historische Skizze von E. Stendell (Fortsetzung); „Hessen im Lichte des 17. Jahr 
hunderts," von A.; „Seine letzte Novelle", von M. Herbert (Fortsetzung); .Jugendklang", Gedicht von W. Bennecke; 
„Die Hessen bei Einbeck (1478)", Gedicht von Carl Schaumburger; Aus Heimath und Fremde; Hessische Bücherschau; 
Briefkasten. 
Mterkinö. 
1. 
ie nannfen Dich öas GötlerKind, 
Weil Du von droben schienstzu sein; 
' Wie Aeihers Hauch so leicht und lind, 
So mild und Klar wie Sternenschem. 
Doch als Du mir am Arme gingst, 
Da fühlt' ich Deines Blutes Baus; 
And als an meinem Mund Du hingst, 
Ging alles Erdenglück mir aus. 
And keines fragte, wer wir sind; 
Es war ja alles mein und Dein. 
Db Götter- Du, ob Menschenkind, 
Ich meinte selbst, ein Gott zu sein. 
II. 
Nein, ich will es noch nicht glauben, 
Daß Du durch des Todes Pforten. 
Dich der Erde konntest rauben, 
Die Dir doch so lieb geworden. 
Doch wo fand' ich Deine Spuren? 
Nur in Träumen und Gedanken, 
Aber nicht aus Erömsturen, 
Deren Benze schon erkranken. 
Nicht in eisbeöeckten Gründen, 
Nicht in öden Meeresfernen; 
Doch ich hoffe, Dich zu finden, 
Gösterkind, bei Deinen Sternen. 
Ä. Hrakert.
        

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