Full text: Hessenland (3.1889)

Das „HesHenlarrd", Zeitschrift für hessische Geschichte und Literatur, erscheint zweimal monatlich, 
zu Ansang und in der Mitte jeden Monats, in dem Umfange von U/2—2 Bogen Quartformat. Der Abonnementspreis 
beträgt vierteljährlich 1 Mark 50 Psg. Einzelne Nummern kosten je 30 Pfg. Inserate werden mit 20 Pfq 
für die gespaltene Petitzeile berechnet. Auswärts kann unsere Zeitschrift durch direkte Bestellung bei der Post, oder 
durch den Buchhandel, aus Wunsch auch unter Streifband bezogen werden; hier in Kassel nimmt die R e d a k t i 0 n 
Jordanstraße 15, und die Buchdruckerei von Friedr. Scheel, Schloßplatz 4, Bestellungen an. In der Post-Zeitungsliste 
für das Jahr 1889 findet sich das „Hessenland" eingetragen unter Nr. 2705. 
Inhalt der Nummer 21 des „Hessenlandes": „Aus dem Leben", Gedicht von Karl Finck; „Die industriellen Ver 
hältnisse Hessens im Anfang dieses Jahrhunderts", nach dem Tagebuche von Nemnich, von F. Zwenger; „Marburger 
Pandektisten", II. Konrad Büchel, von F. Zwenger; „Sie schmollt", Novellette von M. Friedrichstein (Schluß); 
„Waldsee", Gedicht von Carl Weber; „E gout Woart serr die Vihl". Gedicht in Wetterauer Mundart von Friedrich 
von Trais; Aus alter und neuer Zeit: Brief über das Hinscheiden des Landgrafen Friedrich II. und den Regierungs 
antritt des Landgrafen Wilhelm IX., Marburger Erinnerungen II., Studiosus Knyrim, Wie die Hessen Fremdwörter 
zu verdeutschen wissen; Aus Heimath und Fremde. 
lus dem Weben. 
§ er Mein, 5er einfach nur und schlicht behauen, 
Hier auf den Trümmern eines Tempels liegt, 
~ Mit dem Kann m an zum zweiten Male bauen. 
Weil feine Form sich leicht an anöre schmiegt- 
Man wirb ihn still im Schutte liegen lassen, 
Wo er gelegen nutzlos manches Jahr, 
8u einem neuen Dau will er nicht passen: 
Sein Schmuck, öer eben macht ihn unbrauchbar. 
Doch jener Stein mit Gliedern un5 Skulpturen, 
Der einst das herrliche Portal geschmückt, 
Gr liegt mit halbverstümmelten Figuren 
Jm Schutt, von Gpheuranken dicht umstrickt- 
Leichtsind'tderNIltagsmenschein Unterkommen, 
Wenn er einmal aus seinem Glücke fällt; 
Dei jedem Neubau wird er gern genommen — 
Für ihn gibt's einen Platz leicht in der Welt. 
Doch anders steht's mit röelen Naturen, 
Gebildet durch die Kunst mit Müh' und Fleiß; 
Sie gleichen jenem Steine mit Skulpturen, 
Den man nicht täglich zu verwenden weiß. 
Karl Kin
    

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