Full text: Hessenland (3.1889)

15. Januar 1889, 
Das „Heffenland", Zeitschrift für hessische Geschichte und Literatur, erscheint zweimal monatlich, zu Anfang 
und Mitte jeden Monats, in dem Umfange von U/2—2 Logen Quartformat. Der Abonnementspreis beträgt gleichmäßig 
für hier und auswärts vierteljährlich 1 Mark 50 pfg. Einzelne Nummern kosten je 30 pfg. Auswärts kann unsere 
Zeitschrift durch direkte Bestellung bei der P 0 st, oder durch den Buchhandel, auf Wunsch auch unter Streifband bezogen 
werden; hier in Kassel nimmt die Redaktion, Zordanstraße l5,und die Buchdruckerei von Friedr. Scheel, Schloßplatz 4. 
Bestellungen an. In der Post-Zeitungsliste für das Jahr 1889 findet sich das „Hessenlan)" eingetragen unter Nr. 2705. 
Inhalt der Nummer 2 des „Hessenlandes": „Beim Jahreswechsel", Gedicht von Feodor Löwe; „Konrad von Bemel- 
berg, der kleine Heß, der Landsknechtsoberst", historische Skizze von E. Stendell (Fortsetzung); „Amalie Hassenpflug, 
die Freundin von Deutschlands größter Dichterin", von Jos. Grineau (Schluß); „Nochmals über die verkauften Hessen" 
von Karl Preser; „Wilbelm Roser", Nekrolog von Dr. R.; „Seine letzte Novelle", von M. Herbert; „Heimathsgruß", 
Gedicht von Hugo Frederking; „Kirche zu W," Gedicht von Ch.; „Hürrah, die Gail !", Gedicht in Schwälmer Mundart 
von Kurt Ruhn; Aus alter und neuer Zeit; Aus Heimath und Fremde; Briefkasten re. 
>nm Jahreswechsel. ©» 
«fräs alte Jahr, bas nun ben Tauf vollbracht. 
Of Hai mich mit guten Tagen karg bedacht. 
Doch viel öer herben Stunden mir beschert 
Die mir das Her; mit Gram und Teid beschwert. 
And blick' ich nun dem kaum vergangnen nach. 
Da wird auch schon die Frage in mir wach 
An das gekommene: was birgt dein Schooß, 
Ist mir's rin freundlich oder dunkles Toos? 
Doch Keine Antwort gibi's als die allein: 
Was ich auch bringen mag» ergib dich drein 
Mit Mannesmuth, öer fest entgegennimmt 
Vas vom Geschick ;u werden ihm bestimmt 
And weil er weiß, daß er's nicht wenden kann, 
Gs ;u bestehn die Kraft in sich gewann. 
Der, wenn ihm auch im Kampf öer Sieg gebricht 
Doch werth des Kranzes den man Siegern sticht. 
Drum forsche nicht was dir mein Schooß verhüllt 
And warte still öer Feit wo flch's erfüllt. 
Keodor 
    

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.