Full text: Hessenland (3.1889)

Das „Heffenland", Zeitschrift für hessische Geschichte und Literatur, erscheint zweimal monatlich, zu Anfang 
und Mitte jeden Monats, in dem Umfange von V/2—2 Logen Quartformat. Der Abonnementspreis beträgt gleichmäßig 
für hier und auswärts vierteljährlich 1 Mark 5tt Pfg. Einzelne Nummern kosten je 30 Psg. Auswärts kann unsere 
Zeitschrift durch direkte Bestellung bei der Post, oder durch den Buchhandel, auf Wunsch auch unter Streifband bezogen 
werden ; hier in Kassel nimmt die Redaktion, Zordanstraße l5, und die Buchdruckerei von Fried r. Scheel, Schloßplatz 4. 
Bestellungen an. In der Post-Zeitungsliste für das Jahr 1889 findet sich das „Heffenland" eingetragen unter Nr. 2705. 
Inhalt der Nummer 10 des „Hessenlandes": „Frieden in der Natur*, Gedicht von Anna Stirn-Niviere; 
„Hermann, Landgraf zu Hessen, Kurfürst und Erzbischof von Köln", von Hugo Brunner (Fortsetzung); „Deutsche Sol 
daten in Newport während der Jahre 1776 bis 1779. Dessen Belagerung im Jahre 1778." Von El. D. R. (Fort 
setzung); „Ein Brief des nachmaligen Archivrathes Dr. Georg Landau", von Paul Weinmeister; „Aus Armand's 
Leben", von W. Bennecke (Schluß); „Maienmorgen", Gedicht von Hugo Brunner; „Der Mai in Westphalen", Gedicht 
von W. Bennecke; „Di Zeire ännern sich", Gedicht in Wetterauer Mundart, von P. Geibel; Aus alter und neuer Zeit; 
Aus Heimath und Fremde; Briefkasten. 
->MS 
frieden in der Matur. 
§|Y elehnk 5as Haupt an grüne Gpheurarcken, 
Hauch' ich im Thal der Blumen süße 
And holde Bilder weben die Gedanken 
And schweifen weithin durch die lauen Büste. 
Was lange ich in tiefster Brust verschlossen, 
Ich seh' es nun verklärt im Abendlichte, 
Von zarter Formen holdem Neiz umstoßen, 
In Farbengluth - ein liebliches Gedichte. 
And tief erquickt mich rings das ernste 
Schweigen, 
Den schönsten Träumen darf ich hin mich geben- 
In Dir, Natur, der ich fo ganz zu eigen. 
In Dir allein pulsirt das reinste Beben. 
Nach langer Seit fühl' ich im Herzen Frieden, 
Mein Sehnen geht nur nach des Bebens Stille, 
D wär' folch' Boos mir immerdar befchieöen! — 
Für mich entbehrt die Veit des Neizes Hülle. 
Vas kümmert sie mich und ihr buntes Treiben, 
Das ich versteh' nicht und nicht mag erfaßen? — 
Dir, 0 Natur, Dir will ich treu verbleiben 
And nie von Dir und Deinem Sauber laßen. 
Anna Stirn-Hlviere.
        

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