Full text: Hessenland (2.1888)

— 66 — 
iiiiiillliiiiiiiiiiiiiiiitlliiiiniiiiiliiiiiliiiiillmiiiiiii!iiiiiiliilMliiillliiirliiillliiiinilillTllllüll|jJpliil!iiill!llillTliilTllWliiiilliiiilllMlTlliillltuMiliilllliilIlliilllJlillTllillTllilllliiiiTliillTlliiimiUlliiii!liiiiilliililliillll]llllllll[!liillllllllllilinilll(ll!lIniIll[TlITllillTI(Ml(T)lTlfTlirilTllTllTllTilTliiiiiiiii= « 
g=!ll|l!rTI||!|il!ll!!lllll'l||||l|:'li!i|l!||||||||i||ll|llllll!||lllll|ll||ll!lll|lll!l|l!!ll||ll!lllll!ll|!|H!llllllli!!H|iTT|m|]il|i|!l|!|!llll|ll!||l'lllll!ll|li|illli!i:!IM!!iniiil|ll|!l||lll|||||l!|||||l|||ll|||lll|llllll||||||lllll||7illTl||lll|||llll|lllll|IIHI|||l!l|llll'MII|l|ll|HIIIIII|;!,|illlllllll|ll||l|l||||l|ll|ll|l||l!|UIIJ|||||l|||!|l|HR 
Girche der heiligen Klisabelh )u Marburg. 
Von W. Bücking. 
(Fortsetzung.) 
Der südliche Krenzarm, auch Landgrafenchor 
genannt, enthält zwei Altäre, mehrere Todten- 
schilde und eine Anzahl steinerner Grabdenkmale 
von Gliedern des hessischen Fürstenhauses, welche 
vom 13. bis 16. Jahrhundert ihre letzte Ruhe 
stätte hier gefunden haben. Eine gemeinsame 
Gruft enthält der Kreuzarm nicht, sondern nur 
einzelne in Steinplatten eingeschlossene Gräber, 
welche wegen des beschränkten Raumes wiederholt 
zur Aufnahme von Leichnamen benutzt worden 
sind. Die Grabdenkmale sind theils Hochgräber 
inmitten des Raumes in 2 Reihen, theils Grab 
steine an den Wänden. 
1., Landgraf Conrad von Thüringen, Hoch 
meister des deutschen Ordens und Gründer der 
Kirche, starb zu Rom am 24. Juli 1240. Er 
liegt da in der Tracht seines Ordens iin weißen 
Mantel mit schwarzem Kreuze; zu seinen Füßen 
befinden sich zwei Schilde, das eine mit dem 
hessischen Löwen, das andere mit dem Deutsch- 
ordenskreuz. Als bei der Restauration der Unter 
grund des Kreuzarmes untersucht wurde, fand 
sich unter seinem Hochgrab ein aus zwei Theilen 
bestehender kleiner Steinsarg, dessen untere Hälfte 
ausgehöhlt war und mehrere Röhr- und andere 
Knochen enthielt. 
2., Adelheid von Braunschweig, erste Ge 
mahlin Landgraf Heinrichs I. von Hessen, starb 
am 12. Juni 1274, mit einem ihrer Söhne. 
In der rechten Hand hält sie eine Rose, während 
auf der linken der Kopf ihres Söhnleins ruht, 
über ihrem Haupte ist eine eiserne Opferbüchse 
angebracht. Bon ihr schreibt Dietrich von Thüringen: 
„Jüngst aber ward in diesen Tagen eine Frau 
von gutem Geiste und zur Zierde der Kirche, 
nämlich Adelheidis, des berühmten Fürsten Albert 
von Braunschweig Tochter, hier beigesetzt, eine 
Frau, die durch ihre Wunderkraft berühmt ge 
wesen sein soll." Die Inschrift am Grabmal 
ist nicht mehr vollständig erhalten. 
3., Landgraf Otto I. von Hessen, starb am 
17. Februar 1328 und seine Gemahlin Adel 
heid von Ravensberg, welche sich am 6. Februar 
1333 in die Bruderschaft des Klosters Marien 
garten hatte aufnehmen lasse». Der Landgraf 
liegt da gekleidet in Panzerhemd und Waffenrock 
und umgürtet mit Schwert und Schild. Zu den 
Füßen beider knieen Nonnen, welche für deren 
Seelenruhe beten. Da dieses Hochgrab ohne 
Inschrift ist, so kann cs ebenso gut dem Land 
grafen Heinrich I., gestorben den 21. Dezeinber 
1308, und dessen zweiten Gemahlin Mechthilde 
von Cleve, gestorben den 21. Dezember 1300, 
oder einem andern Fürstenpaar, angehören. 
4., Landgraf Heinrich ll., genannt der Eiserne, 
Sohn Ottos I., starb am 8. Juni 1376. Die 
Darstellung des Landgrafen ist gleich der Nr. 3. 
Betende Mönche knieen zu seinen Füßen. 
5., Landgraf Ludwig I., genannt der Fried- 
same, Sohn des Landgrafen Hermann des Ge 
lehrten, starb am 17. Januar 1458. Er liegt 
da als Ritter gekleidet in voller Rüstung, zu 
seinen Füßen knieen betende Möüchc. Das Grab 
mal trägt folgende Inschrift: 
cknolitus ludavicus picm universus pudieus. 
liac clauditur archa cephas hassieque monarcha. 
Anthonii festo migrat, ejus nemor esto. 
celesti palme vacet is per te deus alme. 
d. h. 
„Ludwig, gepriesen und tüchtig und fromm im 
Leben und züchtig, 
Ruht hier in der Arche, ein Fels und Hessens 
Monarche. 
An des Antonius Fest er endet, des immer 
gedenket. 
Mög ihm durch Gott gelingen, die himmlische 
Palin zu erringen. 
Professor D. W. Crecelius in Elberfeld. 
6., Landgraf Ludwig II. von Niederhessen, 
genannt der Freimütige, Sohn Ludwigs I., starb 
am 7. November 1471 und seine Gemahlin 
Mechthilde von Würtemberg, starb am 6. 
Juni 1495. Die Darstellung des Landgrafen 
mit betenden Mönchen ist wie bei Nr. 5. An
        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.