Full text: Hessenland (2.1888)

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anderen Lieder dieser Sammlung finden unseren 
Beifall, denn sie sind fein ausgearbeitet und bekunden 
den erfahrenen, gebildeten Musiker. — Welchem 
Liede der zweiten Sammlung wir den Vorzug geben 
sollen, darüber sind wir im Zweifel; jede dieser 
Tondichtungen in ihrer Art weist musikalische Schön 
heiten auf. Das zweite Lied „galtet'“, Gedicht von 
Edgar Kramer - Bangert, welches unlängst 
auch den Tondichter Adolph Kugler zur Bearbeitung 
veranlaßte, dürfte sich unseres Erachtens noch am 
frühesten Eingang in den Konzertsaal und das Haus 
verschaffen, weil seine Weise am leichtesten faßlich 
und am einfachsten ist. In den anderen Liedern dieser 
zweiten Sammlung ist dem Tondichter die Tonmalerei 
vorzüglich gelungen. Hoffentlich werden die Lieder 
Ludwigs seitens der Mitglieder des hiesigen Hoftheaters, 
welchen sie gewidmet sind, bald einmal zu Gehör 
gebracht werden. 
I. Lr. 
Berichtigung. 
In den Universitätsnachrichten der vorigen Nummer muß 
es statt Zvers heißen: Iörs. 
Briefkasten. 
M. 8. in H. Sie haben unsere Anfrage nicht er 
schöpfend beantwortet. Gestalten Sie, daß wir Ihre Ein 
sendung mit Ihrem Namen unterzeichnen? 
Th. K. Negensburg. Freundlichen Dank für die 
Dombilder. Wie Sie sehen, ist in Betreff der Gern. Ges. 
Zhr Wunsch erfüllt. 
W. B. Kassel. Das Gedicht wird bald benutzt. 
Schw. erscheint in einer der ersten Nummern des nächsten 
Jahrgangs. 
E. W. Kassel. Eins der beiden freundlichst über 
sandten Gedichte wird in aller Kürze abgedruckt werden. 
L. A. Melsungen. Vielleicht senden Sie uns noch 
Eins oder das Andere, sodaß wir eine gewisse Auswahl 
zur Verfügung haben. 
8. W. Fulda.' Aus der heutigen Nummer können 
Sie ersehen, daß wir auch in diesem Jahre wieder für 
Einbanddecken Vorsorge treffen. 
8. K Kassel. Wir nehmen Ihr freundliches Anerbieten 
mit Dank an. Näheres brieflich. 
A. R. Laubach. Besten Dank für Zusendung. Ausnahme 
erfolgt in einer der nächsten Nummern. Freundlichsten 
Gruß. 
0. A. Hohenstein bei Chemnitz. Wir verweisen Sie auf 
den Briefkasten der vorigen Nummer. 
8. E. Bromberg. Die Mittheilung hat uns sehr gefreut. 
Wir gratuliren. Wird besorgt. 
Dringende Bitte an edle Menschenfreunde. 
Unser hessischer Landsmann, der Schriftsteller 
Julius W. Braun in Berlin, welcher lange Jahre 
mühevoller Arbeit an sein großes Sammelwerk 
„Lessing, Schiller und Göthe im Urtheile 
ihrer Zeitgenossen" gewandt hat, ist an Asthma 
und Herzverfettung schwer erkrankt. Als Lohn - für 
seine, allen Literaturfreunden willkommene und von 
ihnen dankbar anerkannte Arbeit sind ihm nur 
einzelne Gaben von der Königl. preuß. Negierung, 
der Schiller-Stiftung und dem Freien Deutschen Hoch 
stift zu Theil geworden; die Bemühungen seiner 
Gönner, ihm ein kleines Jahrgehalt aus öffentlichen 
Mitteln zu erwirken, sind zwar nicht aussichtslos, 
könuen aber erst nach Monaten zum Ziele führen. 
Inzwischen leidet er mit seiner Familie den bittersten 
Mangel an allem, was zu seiner Pflege und zum 
Leben nöthig ist. Die Hülfsbereitschaft der Leser 
unserer Zeitschrift hat sich bereits in Fällen 
dringender Noth bewährt, daß wir glauben dürfen, 
auch hier, wo es gilt, die verzweifelte Lage eines 
verdienstvollen deutschen Schriftstellers erträglicher zu 
gestalten, nicht vergeblich um ihre Hülfe zu bitten. 
Möchte ihm in seinem schweren Leiden.der Trost zu 
Theil werden, daß die Ausbildung seiner beiden Söhne 
zu einem bürgerlichen Berufe durch die Opferwilligkeit 
vieler möglich wird, und möchte ihm diese auch eine 
angemessene Pflege seines kranken Körpers verschaffen, 
die seine Familie ihm nicht gewähren konnte. Jede, 
auch die kleinste Gabe wird mit herzlichem Danke 
entgegengenommen. Wir bitten, milde Gaben an Herrn 
Buchdrucker Friedr. Scheel, Dassel, Schloßpl. 4, 
gelangen zu lassen, der sie dann weiter befördern wird. 
Die Redaktion 
der Zeitschrift „Hestenlarid". 
WU"* Gar mancher Leser unserer Zeitschrift 
„Hessenland^ möchte die zerstreuten Blätter in einem 
Bande vereinigen; soll doch unser Blatt nicht nur 
eine Periodische Zeitschrift, sondern vor allem auch 
ein hessisches Haus- und Familienblatt sein. Solchen 
Wünschen entsprechend, beabsichtigen wir, in gleicher 
Weise wie in dem vorigen Jahre für den Jahr 
gang 18 8 8 
Hinöanddecken 
für das „Hessenland", einfach, geschmackvoll und halt 
bar herstellen zu lassen. Um aber die Kosten zu 
decken, ist es nothwendig, daß eine größere Anzahl 
von Lesern als Besteller der Einbanddecke sich meldet, 
was am besten sofort einfach durch Postkarte 
geschieht. Der Preis der Einbanddecken (Leinwand 
mit Golddruck) wird einschließlich portofreier Zu 
sendung im Jnlande eine Mark betragen. Sollte 
die erforderliche Anzahl von Bestellern nicht zusammen 
kommen, so wird selbstverständlich etwa geleistete Vor 
ausbezahlung zurückerstattet. 
Wrrlag und Redaktion 
des „Heffenland". 
Verantwortlicher Redakteur und Verleger F. Zwenger in Kaffel. — Druck von Friedr. Scheel in Kaffel.
        

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