Full text: Hessenland (1.1887)

Das „Hessenland", Zeitschrift für hessische Geschichte und Literatur, erscheint zweimal monatlich, zu Anfang 
und Mitte jeden. Monats, in dem Umfange von V/2—2 Sogen Quartformat. Der Abonnementspreis betragt gleichmäßig 
für hier und auswärts vierteljährlich 1 Mark SV Pfg. Einzelne Nummern kosten je 30 Pfg. Auswärts kann unsere 
Zeitschrift durch direkte Bestellung bei der Post, oder durch den Buchhandel, auf Wunsch auch unter Streifband bezogen 
werden; hier in Kaffel nimmt die Redaktion, Zordanstraße 15,und die Buchdruckerei von Friedr. Scheel, Schloßplatz^ 
Bestellungen an. In der Post-Zeitungsliste findet sich das „Hessenland" eingetragen unter Nr. 2547u, 1. Nachtrag für 1887. 
Inhalt der Nummer 24 des „Hessenlandes": „Weibnachtsbild", Gedicht von Th. Kellner; „Ein Fürst deS Friedens", 
historische Skizze von F. Zwenger (Schluß); „Ulrichstem im Vogelsberg" von vr. August Röschen; „Die Fuwaer Por 
zellanfabrik" von vr K. Herquet; „Vom Christkind", Weihnachtsbild von M. Herbert; „Unsere zwei alten FreiheitS- 
bäume. I. Auf dem Forste, II. Zn der Karlsaue", Gedichte von vr. W. F. ; „Winter", Gedicht von D. Zobn; AuS 
alter und neuer Zeit; Aus Heimath und Fremde; Hessische Bücherschau; Briestasten; Abonnements - Einladung; 
Anzeigen; Inhalts - Verzeichniß des Jahrgangs 1887. — 
nhnachlsbilö. 
ck uf bräunlichem Sims von Steingut Tasten 
J\ And ein Lunkes Herz-Jefu-Dild. 
^ Äusammengelesmes Holz im Ofen! 
Bin Skrohsack reinlich eingehüllt. 
Nur eine arme, verklebte Scheibe, 
Nur ein flatterndes Stück Papier, 
Nur ein paar morsche und zitternde Wände 
Zwischen des Winters Frost und ihr. 
Doch in der hriligstm Nacht der Nächte 
Strahlet dennoch das Simmer von Licht: 
Sie hak einm dreijährigen Duben, 
Lin lschmöes Nindergesichk. 
Lin hölzernes Pferdchen ziert die Tanne. 
Sie sagt ihm: Das hat Dir gebracht 
Der Lhrisi, der Reinen vergißt auf Lröm, 
Der hat, mein Rind, an Dich gedacht. 
Der Dub' greifi jauchzend froh in die Flammen 
Der Liebe, gespart vom Drod, 
Lrdarbk vom sauer erworbmen Pfennig, 
Genährt vom Drle der Noth. 
And er wirö's weder wissen noch shnm. 
Steht er ös, gereift zum Mann. 
Wenn sie ruht mit gefalteten Händen. 
Was sie heut' für ihn gechsn. 
Aber — die Stimme wird wieder Klingen — 
Spät vielleicht — in Lebens Nacht: 
„Der Lhrist, der Reinen vergißt auf Lröm, 
„Der hak, mein Rind, an dich gedacht!" 
Hy. «fteLner.
	        

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