Full text: Hessenland (1.1887)

Das „Hcffcnland", Zeitschrift für hessische Geschichte und Literatur, erscheint zweimal monatlich, zu Anfang 
und Mitte jeden Monats, in dem Umfange von l 1 / 2 — 2 Sogen Quartformat. Der Abonnementspreis beträgt gleichmäßig 
für hier und auswärts vierteljährlich 1 Mark 50 Pfg. Einzelne Nummern kosten je 30 Psg. Auswärts kann unsere 
Zeitschrift durch direkte Bestellung bei der Post, oder durch den Buchhandel, auf Wunsch auch unter Streifband bezogen 
werden; hier in Kassel nimmt die Redaktion, Jordanstraße 15,und die Buchdruckerei von Friedr. Scheel, Schloßplatz 4, 
Bestellungen an. Zn der Post-Zeitungsliste findet sich das „Hessenland" eingetragen unter Nr. 2547a, 1. Nachtrag für 1887. 
Inhalt der Nummer 19 des „Hessenland": „In meiner Vaterstadt", Gedicht von A. Trabert; „Ein Fürst des 
Friedens", Historische Skizze von F. Zwenger; „Schloß Wabern" von W. Rogge-Ludwig; „Hessische Ehrentafel" 
von Joseph Schwank; „Aus engem Thal", Novellette von M. Herbert; Nekrolog der Fürstin Auguste zu Asinburg 
und Büdingen-Wächtersbach; „Der Ehrenplatz", Gedicht von Franz Treller; „Ein fallendes Blatt", Gedicht von 
D. Saul; Aus alter und neuer Zeit: „Brief des Landgrafen Wilhelm IV. des Weisen"; »krodatum est"; „Heinz 
von Lüders goldne Kette"; „Der Justizsenat der ehemaligen Regierung zu Marburg"; Aus Heimath und Fremde: 
Todesfälle; Monatsversammlung des Geschichtsvereins; Ausstellung des Kunstvereins; Briefkasten. 
n meiner Vaterstadt. 
er^om Ärauenberge steig' ich nieder 
| f 5um lrsuken Nest im Fulösthsl; 
Gott grüß euch, Estern, Schwestern, Drüber, 
Die hier einst wohnlm mg unö schmal. 
Gott grüß auch euch ihr allm Gaffen, 
Die ich durchstreifte kreuz unö gurr; 
Wie schein! ihr still mir unö verlassen. 
Denn Keiner, Keiner grüß! mich mehr. 
Doch muß ich ofi inmittm haltm 
Nnö ties im Herzen seufz' ich auch; 
Sinö öoch öie Häuser ganz öie altm. 
Geschwärzt vom Wetter unö vom Rauch. 
Nur hier öie neue Straßenzeile — 
Wohin sie führt? D weh! öa gellt 
Ein langer Pfiff: „Du Älter, eile 
Nnö stürme weit an's Enö der Well." 
Wir aber hat öss wenig Eile; 
Ras' ohne mich, öu langer Aug! 
Noch hab' ich Seit, öaß hier ich weile, 
Nnö Seit zum Sterben auch genug. 
Sum Friedhof auf bekanntem Wege 
Führ' öu mich jetzt, mein Wsnöerstsb, 
Daß einen Kranz ich nieöerlrge 
Dort aus ein langst vergeffnes Grab. 
D weh! Auch in öen stillm Grünbm 
Ist alles anders, als es war; 
Ich kann ja kaum öie altm finöm 
Vor all öer neuen Kreuze Schaar. 
Da ruhn sie, öie mich hergezogen. 
Den müöm Greis im Dsmmerfchein; 
Ihr Dieben habt mich nie betrogm, 
Ihr, meine Todten, friö noch mein. 
A. tzravert.
        

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