Full text: Hessenland (1.1887)

200 
Wir erwäynen von letzteren hier folgende: 736 Initium 
Herolfesfeldenjsis monasterii. — 744 Ipitium Fuldensis 
monasterii. — 755 Sanctus Boiiifacius martyrio 
coronatur, cui Lull successit. — 786 Lullus archiepis- 
copus obiit. — 807 Mortalitas maxima facta est 
in Fulda. — 840 Ludovicus imperator insequendo 
filiura venit ad Herolfesfeld monasterium in 6. Idus 
Aprilis. — 845 Hoc anno Ludovicus imperator ad 
idem mohpterium venit in 2 Kalend. Novembris 
et privilegia et immunitates monachis donavit suoque 
sigillö munivit. — 918 Conradus rex fuit in Herolfes- 
felde. — 936 Otto rex fuit in Herolfesfelde. Eodem 
anno ecclesia sancti Bonifacii exusta est. — 975 
Otto habuit magnum conventum in Weihmari. Postea 
venit Otto imperator ad Herolfesfelde. A. 
Die Festungsruine Hohentwiel und ihre 
Umgebung. Geschildert von Herm. Fr ö l i ch. 2. Aufl. 
Stuttgart, Kupfer>(62 S.) 
Das kleine billige Schriftchen, welches uns in die 
sagengeseierten, durch Scheffcl's Poesie verklärten, 
anmuthigen Gebiete des Höhgaues führt, darf hier 
Erwähnung finden, weil es in warmer Weise der 
Verdienste eines Hessen, des Obersten Konrad 
Wiederhsld (geb. zu Ziegenhain) gedenkt, der als 
Kommandant der Feste Hohentwiel im 30jährigen 
Kriege diese heldenmüthig und erfolgreich gegen die 
kaiserlichen Truppen vertheidigte. Das Werkchen ist 
mit einem Bilde W.'s geschmückt. Vor mehreren 
Jahren hat der nach Bamberg verzogene Freiherr 
v. Danckelmann diese ruhmreiche Vertheidigung des 
Hohentwiel durch W. in einer Sitzung des Vereins 
für hessische Geschichte dahier eingehend geschildert. 
Wer Näheres über Wiederhold, der am 17. Juni 1667 
sein Leben beschlossen hat, lesen will, den verweisen 
wir auf ein Werkchen von C. Dietrich: „Konrad 
Wiederhold und der 30jährige Krieg"; auch von 
O. Schönhuth existirt ein ähnliches Schriftchen. — 
Jeder aber, den in dieser Reisezeit ein freundliches 
Geschick in jenen Südwestwinkel unseres großen Vater 
landes führt, der besuche an der'Hand des oben ge 
nannten Führers die einstige Wirkungsstätte unseres 
tapferen Landsmannes; er' wird sich historisch wie 
poetisch mächtig angeregt fühlen, er wird entzückt sein 
von der wunderbaren Rundsicht, die sich ihm von dem 
Gipfel darbietet, und wird die Wahrheit derSchessel- 
schen Worte erfahren: „Wer da einmal sich umge 
schaut, dem muß noch spät im Nebeldunst seiner vier 
Wände die Erinnerung tönen und klingen, wie ein 
Song in den schmelzenden Lauten des Südens." 
Berichtigung. In der letzten Nummer des „Hessen 
land" befinden sich in dem Artikel Flügel-Feier 
zwei sinnstörende Fehler, die wir wie folgt, berichtigen: 
Seite 181, Spalte 2, Zeile 8, muß es „in den 
Lenien" statt „in dem Reime", und Zeile 8 von 
Unten „Absicht" statt,, Aussicht" heißen. — Auch 
in dem Gedicht „Der Linde Trost" ist ein sinnstörender 
Druckfehler unkorrrgirt geblieben. Zeile 19 und 20 
muß es statt „Noch dem Epheu keine Kraft", Welches 
schläft im Moose"» heißeU: 
„Noch dem Epheukeime Kraft, 
Welcher schläft im Moose." 
Krieskasteil. 
F. 8t., Kassel. Wird in der gewünschten Weise erledigt. 
M. H., Melsungen. Die treffliche Uebersetzung wird 
erscheinen, sobald die Raumverhältnisse es gestatten. 
0h. K., Hannover. K. N., Kessclstadt. Dank. Brief 
folgt. 
Sch. v. Br., Frankfurt. Acceptirt. Für Ihre freund 
lichen Bemühungen um das „Hessenland" sind wir Ihnen 
sehr verbunden. 
H. 0. in Marburg. Von zu geringem Interesse für uns. 
P. W. in M. (Kreis Rinteln). Der Aufsatz ist in 
einem nicht lesbaren Deutsch geschrieben und die Gedichte 
zeugen von einem sehr fühlbaren Mangel an poetischem 
Taient. Ihrem Wunsche gemäß haben wir btc Manuskripte 
feierlich den Flammen übergeben. 
Inhalt der Nummer 14 des „Hessenland": „Ful- 
uf l" Gedicht von Rieh. Trömner; „Die Pilgerfahrten 
der Landgrafen Ludwig I. und Wilhelm I. von Hessen 
nach dem heiligen Grabe" von C. von Stamford, 
Fortsetzung; „Dr. Gottlieb Kellner und Heinrich Htise," 
geschildert von A. Trabert, Schluß; „Ein Gang über 
den alten Friedhof". II. Friedrich Gerstäcker, von W. 
Rogge - Ludwig; „Beim Gewitter", Gedicht von 
Heinrich Heise; Aus aller und neuer Zeit: 
Wöhlerdenkmal, Wanderungen durch die Rhein- und 
Maingegend im Februar 1794, die Ritterkapeüe in' 
Haßfurt; Züge aus hessischem Volksthum: Das Feuer; 
Aus Heimath und Fremde : Nekrolog des Obersten 
Friedrich Bödicker, Jubiläum des Buchdrucken ibesitzers 
Fr. Scheel, Personalnachricht, nene Zeitschrift in Frank 
furt a. M.; Hessische Bücherschau ; Briefkasten u. s. w. 
tfggF» Diejenigen Abonnenten, welche 
das „Hessenland" durch die Post 
bestellt haben, denen es aber außerdem noch 
durch Streifband zugeht, werden dringend 
ersucht, uns hiervon Mittheilung zu machen. 
Durch Erfüllung dieser Bitte ersparen sie 
uns Zeit, Mühe und Kosten. — Zugleich 
werden die auswärtigen Leser, welche mit 
dem Abonnements-Beitrag für die 
abgelaufenen Quartale noch im Rückstände 
find, höflichst gebeten, im Laufe des Monats 
Juli den Betrag mit l 1 / 2 M. für das Viertel 
jahr an den unterzeichneten Berlag einsenden 
zu wollen. Im Falle der Nichteinsendung 
halten wir uns für ermächtigt, in den ersten 
Tagen des August den Betrag durch Post 
auftrag einzuziehen. 
Der Berlag des „Hessenland", 
Kassel, Jordanstr. IS. 
Verantwortlicher Redakteur und Verleger F. Zw eng er in Kassel. Druck von Wilh. Thiele in Kassel.
        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.