Full text: Hessenland (1.1887)

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danach Haschen, mit krummem Buckel und grinsendem 
Gesicht vor den Vorhang zu treten, um dem Publi 
kum zu danken. Ja» er ist nicht, wie so viele seiner 
Kollegen vom Wandertriebe ergriffen worden, um 
Ruhm und Ehren auf Gastspielreisen einzuheimsen. 
Er ist hier bei unS geblieben, um die Vollkraft seines 
Könnens nur dem Kasseler Theater ununterbrochen 
zu erhalten. Dafür sind wir ihm Anerkennung und 
Dank schuldig. Hoffen wir, daß es ihm, dem 
Berliner von Geburt, welchem das Heffcnland eine 
zweite Heimath ward, vergönnt sein möge, in unserer 
Mitte einen langen frohen Lebensabend zu genießen. 
* 
— Der Professor der Germanistik, Dr. Ed. Sie- 
vers in Tübingen (cf. „Heffcnland Nr. 9), ist an 
Stelle des verstorbenen Professors Zacher von der 
philosophischen Fakultät der Universität Halle zum 
Professor der german. Philologie berufen worden. 
Professor Zacher hatte s. Z. Sievers selbst als seinen 
Nachfolget gewünscht. ... 
* * 
* 
— Am 21. Juni, dem Jubiläumstage der Königin 
Viktoria von England, wurde hier in Kassel zwischen 
der Kaiser- undHohenzollernstraße, der Grundstein 
zu einer englischen Kirche, der ersten in Hessen, 
gelegt. Bei der hiesigen ziemlich starken englischen 
Kolonie machte sich schon seit Jahren das Bedürfniß 
für ein eigenes Gotteshaus geltend. Durch Unter 
stützung hiesiger Bürger ist die Realisation dieses 
Planes gelungen. Die Kirche wird nach dem jüngsten 
so früh verstorbenen Sohne der englischen Königin, 
welcher mit einer waldeck'schen Prinzessin verlobt war, 
„St. Alban Church" genannt. M. 
Kriksttstk». 
K. S. Kassel. Einzelne Exemplare de- „Heffcnland" 
werden zu dem Preise von je 30 Pfg. abgegeben. 
Nach Kassel. Wir ersuchen den Verfasser det ein 
gesandten Gedichtes über die Stiftskirche zu H. freundlichst, 
sich uns nennen zu wollen. 
X. Y. Hofgeismar. Zusendung erwünscht. 
W. in H. bei Hersfeld. Nicht verwendbar. 
M. u X. Marburg. Auch solche Einsendungen find 
willkommen. 
X. in Marburg. Wir haben das betr. Buch weber 
vom Verfasser, noch vom Verleger zugesandt erhalten und 
es demgemäß auch nicht besprechen können. 
X. F. Fritzlar. Ungeeignet. 
K. N. Keffelstadt. Brief erhalten; wird in letzter 
Fassrmg erscheinen. 
F. G. Frankfurts. M. 1) Ja. 2) Am besten durch die Post. 
O. ll. Hanau. ES ist uns leider nicht möglich, Ihren 
Wunsch in der nächsten Zeit zu erfüllen. 
J. B. Berlin. Haben Sie unsern.Brief erhalten? 
Wenn ja, bitten wir um recht baldige Rückantwort. 
B. in -X. bei N. (Bayern). Sendung empfangen, wird 
theilweise verwandt. 
Inhalt der Nummer 13 deS „Heffenland": „Ja, zu 
Hause!" Gedicht von Ludwig Mohr; „Die Pilgerfahrten 
der Landgrafen Ludwig I. und Wilhelm I. von Hessen 
nach dem heiligen Grabe" von C. v. Stamford, Fortsetzung; 
„Dr. Gottsscb Kellner und Heinrich Heise," geschildert von 
A. Trabert, Forts.; „Der lange Henne-," eine Geschichte a«S 
dem vorigen Jahrhundert, von Franz Treller, Fortsetzung 
statt Schluß; „Waldeinsamkeit," Bieberstein 1852, Gedicht 
von Toni Morchutt; „Der Linde Trost," Gedicht von M. 
Friedrichstein; Aus alter und neuer Zeit: „Ein Stücken 
Kasseler Stadtchronik," „Etwas von Järöme"; Aus Hei- 
math und Fremde: „Die Flügelfeier," „Kaufungen," „Frau 
Marianne Spohr," „Hofschauspieler Hesse," „Anglikanische 
Kirche," Briefkasten. 
Girrladrrng pxm Abonnement. 
Konnten wir uns am Schluffe des ersten Quartals unserer Zeitschrift „Heffenland" rühmen, daß dieselbe gleich 
bei ihrem ersten Erscheinen die günstigste Aufnahme gefunden habe, so find wir heute, am Schluß des zweiten Quar 
tals, in der Lage, erklären zu können, daß fie Wurzel gefaßt und begonnen hat stch einzubürgern im hesfischen Volke 
und heimisch zu werden in den hesfischen Familien. Nach wie vor wird es unsere Hauptaufgabe sein, den hessischen 
Sinn wachzuhalten und die Anhänglichkeit an die engere Heimath zu kräftigen; unsere Zeitschrift soll, kurz gesagt, die 
Vertreterin der geistigen Interessen Hessens sein. Bon den politischen Tagesfragen werden wir rmS ebenso wie seither 
vollständig fernhalten, um so mehr aber unser Augenmerk auf die Geschichte und die Literatur unseres engeren Vater 
landes richten 
Namhafte hesfische Gelehrte und Schriftsteller zählen zu den Mitarbeitern unserer Zeitschrift. Wir nennen hier nur: 
Dr. K. Ackermann, W. Bennecke, Dr. H. Brunner, A. Gild, S. Hahndorf, Maler L Katzenstein, Dr. Ludwig Knorz, 
Dr. Th. Köhler, I Lewalter, Dr. Ed. Lohmeyer, Pxofeffor Friedrich Müller, Karl Neuber, W. Rogge-Ludwig, Major 
von Stamford, Franz Treller, Emilie Wepler in Kassel; Professor Gegenbaur, Jos. Gran, Bibliothekar A. von 
Keitz, Dr. I. Schneider in Fälda; Armand-Strubberg in Gelnhausen; Pfarrer JunghanS, Banquier Nenmüller, Land 
gerichtsrath I. Reul, Dr. G. Wolff in Hanau; Kurt Ruhn in Keffelstadt; Major von Gironcourt, Dr. Sigmund 
Paulus in Marburg; Th. Kellner in Melsungen; Hofrath Preser in Wächtersbach; Julius Braun, Nataly von 
Eschstruth, E. von Hohenhausen, Dr. Julius Rodenberg in Berlin; Professor Dr. Adolf Müller in Chemnitz; Major 
H. von Pfister in Darmstadt; Direktor Julius Gräfe in Dresden; E. von GoeddaeuS, Dr. Hugo Goldschmidt, 
Otto Kanngießer, Elisabeth Mentzel, D. Saul zu Frankfurt a. M.; Gymnastaldirektor Dr. Leimbach in Goßlar; 
t ans Paulus in Halle a. d S.; Gustav Kastropp in Hannover; Jul.Bösser in Köln; H. Keller-Jordan in München; 
udwig Mohr in Nordhausen; Malwida von Meysenbug in Rom; Feodor Löwe in Stuttgart; A. Trabert in 
Wien; Major August von Baumbach in Wiesbaden. 
Ihnen allen, die uns mit Rath und That unterstützt, find wir zu größtem Danke verpflichtet, nicht minder 
dem Publikum, das uns mit so freundlichen Wohlwollen entgegen gekommen ist. Möge unS dasselbe auch ferner er 
halten bleiben. Und so laden wir denn zum Abonnement auf oaS III. Quartal des „Heffenland" ergebenst ein. 
Kassel, im Juni 1887. Die Redaktion: F. Zwenger. 
Verantwortlicher Redakteur und Verleger F. Zwenger in Kassel. Druck von Wilh. Thiele in Kassel.
        

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