Full text: Hessenland (1.1887)

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langjährigen Aufenthaltes in New-Orleans machte 
er wiederholt durch gelungene Operationen von sich 
reden und. auch als medizinischer Schriftsteller ent 
faltete er eine lebhafte Thätigkeit." Zu dem fünfzig 
jährigen StiftunststaHe des Corps Teutonia im Jahre 
1875 war er nnt seinem Sohne, der damals gleich 
falls angehender Arzt war, nach Marburg gekommen, 
machte dort die glänzenden Feste des Corps als alter 
Herr -mit und kehrte hierauf nach seiner neuen Hei- 
math New-Orleans zurück. Seine Freunde und Corps 
brüder in Deutschland, speziell in Hessen, werden 
sein Hinscheiden lebhaft beklagen und das Andenken 
des wackeren Kommilitonen stets hoch in Ehren halten. 
Sit tibi terra levis. Z. 
* * . 
* 
Marburg. Dieser Tage wurde hier der tau 
send steStudent immatrikulirt: Zum ersten Male 
hat"die alma mater Philippiria, während ihres drei 
hundertsechzigjährigen Bestehens, (sie wurde als erste 
evangelische Universität am 30. Mai 1527 eröffnet) 
diese Ziffer erreicht. Vivant Sequentes! 
* 
* » 
Eschwege. Am 18.^ Mai fand unter zahlreicher 
Betheiligung hier die 13. General-Versammlung des 
Vereins oon Lehrern höherer Unterrichtsanstalt der 
Provinz. Hessen-Nassau und des Fürstenthums Waldeck 
statt. Tue Zahl der auswärtigen Theilnehmer betrug 
60—70; besonders stark war Kassel vertreten. Richt 
nur der fachliche Theil der Tagesordnung wurde zu all 
seitiger Befriedigung erledigt, sondern auch der gesellige 
durch ein Festessen und einen Tags darauf unternommenen 
Ausflug auf die Silberklippe. 
i * 
Kleinsassen (R^n). Unsere bisher leider ver- 
hältnißmäßig wenig gekannte Gebirgsgegend ist in 
Folge der Bemühungen des Rhönklubs, und insbe 
sondere des Präsidenten desselben, Dr. Justus 
Schneider in Fulda, in den letzten Jahren den 
Touristen mehr und mehr erschlössen, worden. Es 
steht zu hoffen, daß zumal die Milseburg mit 
ihrer unvergleichlichen Aussicht ein allbeliebter Aus 
flugspunkt werde; bietet sie doch nicht nur an Natur- 
schönheiten dem Besucher ein reiches MaA sondern 
auch dem Naturforscher mancherlei Kennenwerthes. 
In Kleinsassen hat sich übrigens seit Jahren eine 
kleine Malerkolonie etüblitt, die die. reizenden und 
pittoresken Gebirgspartien der Umgebung zum Gegen 
stände ihres künstlerischen Schaffens gemacht hat. K. 
Hessische Kjicherschim. 
Soeben erschien in prachtvoller Ausstattung „Ge 
schichte des Königlich Preußischen 2ten 
t usaren-Regiments Nr. 14 und seiner 
essischen Stammtruppen, 1706—1886", 
erster Theil: die Hesse« - Kaffcl'schen Husaren von 
1706—1806, bearbeitet von Karl von Kossecki, 
Rittmeister und Escadrons - Chef im Kömgs- 
«saren-Regiment (lies Rheinisches) Nr. 7 (früher 
remier-Lieutenant im Regiment); zweiter Theil: 
2tes Hessisches Husaren-Regiment. ^.Kurfürstlich 
Hessisches 1806—1866, B. Königlich Preußisches 
(Nr. 14) 1866—1886, bearbeitet von Robert 
Freiherr« v »n W ränget, Rittmeister jmBranden- 
burgischen Husaren - Regiment (Zietensche Husaren) 
Nr. 3, (früher Rittmeister im Regiment). 
Ferner sind uns zugegangen „Bilder aus dem 
Berliner Leben" von Julius Rodenberg^ 
Nene Folge. Berlin, Verlag von Gebrüder Partei, 
in Berlin. Dieses neue Buch unseres verehrten Hessi 
schen Landsmannes, des rühmlichst bekannten Dichters 
und Schriftstellers Julius Rodenberg, ist eine 
Fortsetzung der bereits vor drei Jahren von demselben 
herausgegebenen Schrift gleichen Titels, die sich der 
günstigsten Aufnahme erfreute und bereits in zweiter 
Auflage erschienen ist. 
Wegen' Mangels an Raum müssen wir eine ein 
gehendere Besprechung beider Werke: der „Geschichte drs- 
Königlich Preußischen 2ten Hessischen Husaren-Regi- 
ments Nr. 14" und der „Ander aus dem Berliner 
Leben", neue Folge, für die nächste Nümmer ver 
schieben. D. R. ' . 
Uarytimg. 
Meinem Artikel, „ Kasseler Maler, in den Jahren 
1840—50", (Nummer 9 und 10 des „Hessen 
land"), füge ich erklärend noch nachträglich 
hinzu, daß nur die Künstler besprochen werden 
sollten, welche während dieser Zeit in Kassel selbst 
thätig waren, und aus diesem Grunde konnten 
zwei hervorragende Landschaftsmaler nicht in die 
Besprechung gezogen werden. Es sind dies, I. 
H. Dallwig, der in München lebte und 1857 
dort starb, seine Landschaften aus dem bayerische» 
Hochlande sind hochgeschätzt, und der treffliche A. 
B r o m e i s, der namentlich die italienische Natur 
in idealer Weise und mit tiefem Verständniß der 
linearen Schönheit darzustellen wußte. Er war 
zum Professor an die hiesige Akademie berufen 
worden und starb 1881. s*»«* 
KrikA-e«, 
K. N. in Kesselstadt.' Sendung empfangen. Behalten 
uns vor, Ihnen ausführlich zu schreiben. Besten Dank. 
G. W. Treysa. Wie Sie sehen, ist in heutiger Nummer 
Ihr Wunsch erfüllt. 
E. B., Rauschenberg. Sie erhalten brieflich Antwort 
auf Ihre Anfrage. Freundlichsten Gruß. 
H. W. W in B. (Niederhessen). Ihren Beiträgen 
sehen wir gern entgegen; ganz besonders auch dem in 
Ausficht gestellten. Mundart-Gedichten. 
L. M. Berlin. Wir würden gern Ihrem Wunsche , 
nachkommen und über die Thätigkeit hesfisch-landsmann- 
schastlicher Vereine zuweilen berichten. Wir ersuchen Sie 
und diejenigen unserer Leser, die von der Existenz solcher 
oußerhalb Hessens bestehenden Vereine Kenntniß haben, 
uns davon Mittheilung zu machen. 
G. K. Hannover. Sehr willkommen und sofort benutzt. 
J. B , Berlin. Vorläufig besten Dank. Näheres brieflich. 
Verantwortlicher Redakteur und Verleger F. Zw eng er in Kaffel. Druck von Wrlh. Thiele in Kassel.
        

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