Full text: Hessenland (1.1887)

Das „Heffrnlimd", Zeitschrift für hessische GeWchte und Literatur, 'erscheint zweimal monatlich, zu Anfang 
und Mitte jeden Monats, in dem Umfange von l'/ 2 Kögen Quartformat. Der Abonüementspreis beträgt, gleichmäßig 
für hier und auswärts Vierteljährlich 1 Mark' 50 Pfg. Einzelne Nummern kosten je Z0 Kfg. Auswärts kann unsere 
Zeitschrift durch direkte Bestellung .bei der Post, ober durch den Buchhandel, auf Wunsch auch-unter Streifband bezogen 
werden; hier in Kassel nimmt die Redaktion, Jordanstraße 15, und die Expedition, Kölnische Straße 12, Be 
stellungen an. In der Post-ZeitungsListe findet sich das „Heffenland" eingetragen unter Nr. 2547a, 1. Nachtrag für 1887. 
Inhalt der Nummer 11 des „Hessenland": „Rheinweinduft", Gedicht von KarlPreser; „Die Kunstschätze der Gelu- 
häuser Stvdtkirche", (Schluß) vop F. W. Junghans; „MosenthaL und Dingelstedt," ein Erinnerungsblatt von W. 
Rogge-Ludwig; „Geschichten aus dem Hessenland" pon v. G^; „Der lange Hermes", eine hessische Erzählung voü Franz 
Treller; „Aschenbrödel," Gedicht von. Gustav Kastropp; „De Kerjenprifung," Gedicht in Marburger Stadtmyttdart von 
Philipp v. Amönau; Aus alter und ueuer Zeit; Aus Hejmarh und Fremde; Hessische Bücherschau; Nachtrag; Briefkasten. 
Rsierrrwernduft 
? 
nd wenn auch nicht der grüne Rhein 
§ instiestt als gold'ner Rheinwein-Strom, 
o schließt er doch im Schooße ein 
Des Rheinweins Düstarom. 
Denn unsrer Lieder frischer Geist, 
Der Deutschland über ÄUee preist, 
Der steigt mm Alpen-Glau, 
Wo Gott ihn medertropfen heißt 
Äls süßen Wür?ethau. 
Und weit hinab wo Reben blühn, 
Trägt vom Zt. Gotthard dann der Rhein 
Den Liederthau in's Thales Grün 
Und würst den goldnen Wein^ 
Den Wein, der uns beim Gecher-Äang 
Gegeistert stets px neuem Sang, 
Wie süßer Maiendust, 
And der uns selbst kn Sturm und Drang 
Erfüllt wie Frühlingslust. 
Und also stürst aus Gletscher-Schnee, 
Durch Schlucht und Alpenrosen-Au, 
Herab der Rhein zum Godensee 
Voll würrereichem Thau. 
D'rum wer entlang des Rheinstroms rieht 
Und nicht des Rheinweins Feuer stiegt, 
Der trinkt und fauchst uud fingt, 
Weil deutscher Wein und deutsches Lied 
Ihm durch die Seele dringt. 
&avl prüfet?.
	        

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