Full text: Hessenland (8.1894)

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24. Der fromme Landmanll bringt Dir Dank 
Für Deinen milden Segen. 
Wir gehn mit frohem Lobgesang 
Der Ewigkeit entgegen. 
Wir stimmen in ein Lied mit ein 
Und wollen Dir, HErr, dankbar sein 
Für so viel reiche Gaben. 
Sterzhausen. 
25. Früh und spät sei Deine Gnade wach. 
Segne Alles unter diesem kleinen Dach. 
Mederweimar. 
26. Was uns Gott der HErr bescheert 
Aus der lieben Erde, 
Das soll in diese Scheuer 
Hineingesammelt werden. 
Schiffelbach. 
27. Wer Gott vertraut, hat wohl gebaut 
Im Himmel und auf Erden, 
Wer sich verläßt aus Jesum Christ, 
Dem muß der Himmel werden. 
Moischeid. 
28. Wenn Menschengunst will schaden 
Und Gott will, kann mir's wohlgerathen. 
Errdorf. 
29. Vor Regen und Schnee, 
Vor Hitze und Kält', 
Schütz' mich, mein Herr, 
Auf dieser Welt. 
Unterweid. 
I). Von des menschlichen Levens Ver 
gänglichkeit und dem ewigen Leben. 
30. Hier will ich noch eine kleine Zeit warten. 
Bis mir Gott schenkt die Himmelskrone. 
Münchhausen. 
31. Dies Haus ist mein und doch nicht mein, 
Er zog aus, ich ein. 
Wer nach mir kommt, wird's auch so sein. 
Schiffelbach. 
32. Alle Schönheit geht in's Grab, 
Und die Bliunen fallen ab. 
Schiffelbach. 
E. Grüße an die Leser und gute Arerinde. 
33. Man schaut mich an und thut mich lesen, 
Ein altes Haus bin ich gewesen. 
Man hat mich aber recht bedacht 
Und hat mich wieder neugemacht. 
Totenhausen. 
34. Alle, die mich kennen 
Und meinen Namen nennen. 
Denen gebe Gott, was sie mir gönnen. 
Münchhausen. 
35. 3 4 3 versprecht ich Dir, 
3 4 3 das Herz in mir. 
Nimm wohl in Acht, 
Nimm wohl in Acht, 
Was Dir und mir Vergnügen macht. 
Hauptschwenda. 
36. Gott, seg'ne dieses Haus und einen jeden Stand, 
Dell Bürger in der Stadt, den Bauer ans 
den: Land, 
Gieb Segen unb Gedeihen für ein jedes Wesen, 
Besonders noch für den, der diesen Spruch 
thut lesen. 
Märzen bach. 
37. Ich habe es gemacht nach meinem Sinn, 
Mein Freund, schau' an und gehe hin, 
Wenn Dir das nicht gefüllt, 
So laß Dir's besser machen für Dein Geld. 
Hachborn. 
38. Fax intrantibus, salus exeuntibus. 
Marburg. 
F. Gegen Spötter- Neider und tatsche 
Arennde. 
39. Ich achte meinen Hasser 
Gleichwie das Regenwasser, 
Das von dem Dache herabfließt, 
Weil Gott mein Helfer ist. 
Toten hausen. 
40. Es wird kein-Ding so schön gemacht. 
Es kommt ein Paar, das es tadelt und belacht. 
Aber es tadeln und zu belachen 
Und es dann nicht besser machen, 
Das sind gar schlechte Sachen. 
Marzenbach. 
41. Nun Ihr Spötter geht vorbei 
Und laßt Eiler Nichten bleiben, 
Ihr werdet mich doch nicht 
Von diesem Platz vertreiben. 
Es wolle Gottes Hand 
In Gnaden mich beschützen. 
Marzenbarh. 
42. Das Glück hat viel Neider, 
Gott hilft doch immer weiter. 
Sind der Neider noch so viel, 
Gott macht's doch immer, wie er will. 
Ui oder wrimar. 
43. Ich frage nichts nach falschen Leuten, 
Ulld wenn mein Herz aus allell ©eiten 
Von Feinden ganz umgeben ist. 
So will ich mich nicht d'rüber kränken; 
Sonderll wie Goldschmidts Jungen denken. 
Uiederweimar.
        

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