Full text: Hessenland (8.1894)

Das „gtfftnlmfo“ erscheint am 1. und 15. jedes Monats 1^2 bis 2 Bogen stark und kostet vierteljährlich 
1 Mark 50 Pf., die einzelne Nummer 30 Pf. Auswärts kann das „Hessenland" durch die P o st (Postzeitungsliste 
Nr. 3031) oder durch den Buchhandel oder auch direkt von der Expedition .unter Streifband bezogen 
werden; in Kassel nimmt die Expedition (Buchdruckerei von Friedr. Scheel, Schloßplatz 4, Fern 
sprecher Nr. 372) Bestellungen entgegen. Anzeigen werden mit 20 Pf. für die gespaltene Petitzeile berechnet. 
Inhalt der Nummer 13 des „Hessenlandes": „Den hessischen Sängern in Hersfeld", Gedicht; „Philipp der 
Großmüthige, Landgraf von Hessen. 1504—1567", von H. Metz (Fortsetzung); „Der amerikanische Feldzug der Hessen 
nach dem Tagebuch des Grenadiers Johannes Reuber von Niedervellmar", von F. W. Junghans (Fortsetzung) ; 
„Hessisches Gewächs", von Ludwig Mohr; „Eine wahre Wilddiebgeschichte" , mitgetheilt vom königlichen Rentmeister 
Rechnungsrath Otto in Kassel; „Zum III. hessischen Bundessängerfest zu Hersfeld"; „Ueber das Volkslied „Der 
Kurfürst von Hessen ist ein kreuzbraver Mann", von Johann Lewalter; „Das Volkslied", Gedicht von G. Th. Dithmar ; 
„Sommer", Gedicht von Hugo Frederking; Aus alter und neuer Zeit; Aus Heimath und Fremde; Briefkasten. 
Den hessischen Sängern in Hersfeld. 
Zum 30. Juni ^894- 
Mhr, die Ihr hergefahren 
<3& Seid über Berg und Thal, 
Ihr wackern Sängerschaaren, 
Willkommen tausendmal! 
Ja, tausendmal willkommen 
Mit frischem Druck der Hand, 
Die Ihr den Weg genommen 
Zum grünen Fuldastrand. 
Wer kann noch schmäh'n und schelten, 
Wenn froh ein Lied erklang? 
Wo darf noch Trübsinn gelten 
Bei frischem deutschen Sang? 
Wo mag ein Aug' noch weinen, 
Noch beben eine Brust, 
Wenn sich zum Liede einen 
Die Töne voller Lust? 
Ls schmückte sich auf's Beste 
Die alte Herolfsstadt, 
Weil sie so liebe Gäste 
eut zu begrüßen hat. 
enn wer da kommt mit Singen, 
Ihm öffnen wir die Thür — 
Tr kann nur Gutes bringen 
Und fei bedankt dafür. 
Doch ach! die Tage rinnen, 
Das Glück verfliegt wie Spreu; 
Bald ziehet Ihr von hinnen — 
(D denket unser treu! 
Dann wird nicht mit der Stunde 
Auch Tuer Lied verweh'n, 
Ts bleibt im Herzensgründe 
Fest eingeschrieben steh'n.
        

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