Full text: Hessenland (8.1894)

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Meinung „geistig frisch und körperlich rüstig" auf 
sein Nachsuchen in den Ruhestand. Er erfüllte 
zugleich das Verlangen eines Vorgesetzten, und so 
traf ihn mit anderen älteren Gymnasiallehrern 
ein gleiches Loos. Nur war zwischen jenen und 
ihm seit 1872, wo die bisherigen Altersschranken 
leider fielen, ein Unterschied in dem Pensions 
betrag. Er blieb nicht in der höchsten Gehalts 
klasse. Wie wenig damals Direktor Münscher die 
Pensionirung Dithmar's beabsichtigt hat, geht 
daraus hervor, daß derselbe am Schluß eines 
Briefes (5. September 1875) an Dithmar schreibt: 
„Ich sehe Sie mit Wehmuth vom Gymnasium 
scheiden. Der poetische Hauch schwindet dahin." 
Erwähuenswerthe gedruckte Gedichte von Dithmar 
sind: 
1859. Zu Schiller'sGeburtstag (in der damaligen 
Marburger Frauen-Zeitung). 
1862. Zum Jubiläum des Professors Gerling. 
Am Ende 1863. Lied zur Feier der Schlacht 
bei Leipzig. Gesungen. 
1864. Weihelied bei Eröffnung des neuen 
Gymnasialgebäudes. 
1868. Nachruf an Vilmar. 
1870—1871. Als unsere Jäger auszogen und 
zurückkehrten. 
1871. Zu Kaisers Geburtstag. 
1874. Zu Münscher's Jubiläum. 
1883. Zum Gedächtniß des Baues der Elisabeth 
kirche. 
1883. Zu Luther's Geburtstag. 
1889. Am Grabe der Aebtissin Marianne v. Stein. 
1891. Für Dr. Höfling, den Verfasser des 
Lieds: „O alte Burschenherrlichkeit." 
1892. Gedächtniß der Erstürmung Frankfurts 
durch die Hessen. 
1892. An Hamburg zur Cholerazeit. Dank 
dafür erhalten. 
1893. Nachruf an Dr. Münscher. 
1893. Nachruf an Dr. Grimm. 
1893. Bei der Weihe der restaurirten Kirche 
zu Homberg. 
Am 25. Juni 1836 verheirathete er sich mit 
Helene Jordan, Tochter des verstorbenen 
Kaufmanns Jordan zu Homberg, welche ihm 
sieben Kinder schenkte und am 15. Mai 1885 starb. 
52. Karl Dithmar starb 1814 als kleines 
Kind. 
53. Hermann Dithmar wurde am 
25. August 1814 zu Homberg geboren, wo er 
das Geschäft seines Vaters fortsetzte und Offizier 
in der Bürgergarde, sowie Vorstand des Bürger- 
Ausschusses war. Er war zweimal verheirathet, 
a) mit Emilie de Beauclair und b) mit 
Amalie MarieKnoll, und starb am 8. Ok 
tober 1868 mit Hinterlassung von einem Sohne 
und acht Töchtern. 
54. Sophie Dithmar wurde zu Homberg 
am 27. März 1816 geboren, verheirathete sich 
an N. N. Krach und starb zu Hersfeld 1874. 
55. Eduard Dithmar wurde am 25. April 
1819 zu Homberg geboren, wo er sich als Kaufmann 
niederließ und zum Stadtrath und Vize 
bürgermeister gewählt wurde. Er verheirathete 
sich mit Martha Schmoll aus Kassel. 
56. Karl Dithmar wurde zu Homberg am 
26. Mürz 1821 geboren, besuchte die Gymnasien 
zu Hersfeld und Marburg, studirte zu Marburg, 
Halle und Bonn Theologie und wurde Pfarrer 
zu Altenburschla. Er verheirathete sich 1858 mit 
Emma Eving, Tochter des 1877 verstorbenen 
Metropolitans Eving zu Gudensberg, welche am 
15. Dezember 1830 geboren war. 
57. CharlotteDithmar wurde zu Homberg 
am 6. März 1823 geboren, verheirathete sich an 
den Pfarrer Calckhof zu Wasmuthhausen, den 
Sohn der Schwester ihres Vaters (43) und starb 
1857. Ihr Gatte starb 1870 nach einer zweiten Ehe. 
58. Ferdinand Dithmar wurde am 
15. Mai 1827 zu Homberg geboren, ließ sich 
daselbst als Kaufmann nieder und verheirathete 
sich 1861 mit Franziska Ochs, Tochter des 
Pfarrers Ochs. 
Abschnitt III. 
Die Linie Johann Konrad Dithmar. 
Johann KonradDithmar hatte folgende 
Kinder (59 —64): 
30. 
59. 60. 61. 62. 63. 64~ 
65. 66. 67. 68. 69~ 
70. 7L 72. 
59. Philipp Christos Dithmar wurde' 
am 20. Mai 1751 zu Homberg geboren, studirte 
die Rechte und starb am 19. Juni 1775 als 
Rechtskandidat zu Homberg. 
60. Justus Ernst Dithmar wurde am 
14. Februar 1753 zu Homberg geboren und starb 
daselbst am 7. August 1773. 
61. Karl Iakob Di ihm ar wurde zu Homberg 
am 4. Oktober 1754 geboren, studirte von 1772 
bis 1774 die Rechte zu Marburg, wo er der 
academie fran^aise angehörte, und ließ sich 1776 
als Advokat zu Homberg nieder. Hier verheirathete 
er sich etwa 1782 mit Ernestine Charlotte 
Rommel. Diese war am 25. April 1755 als 
Tochter des Schulpräzeptvrs und Kantors Se 
bastian Rommel und dessen Ehefrau Marie 
Elisabeth geborene Winter zu Homberg ge 
boren und eine Schwester des Hospitalprovisors
        

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