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Sammlung Marfels

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Nutzungslizenz

CC BY: Namensnennung 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

Objekt: Sammlung Marfels

Monographie

Persistente ID:
1629901050950
Titel:
Sammlung Marfels
Signatur:
36 7502 fol.
Autor:
Speckhart, Gustav
Erscheinungsort:
Berlin
Verleger/Verlag:
Hempel & Co. G.m.b.H.
Dokumenttyp:
Monographie
Sammlung:
Bibliothek des Landesamts für Kulturgeschichte der Technik
Erscheinungsjahr:
1905?
Umfang:
88 Seiten
Sprache:
Deutsch
Jahr der Digitalisierung:
2021
Herkunft der digit. Ausgabe:
Kassel
Hersteller der digit. Ausgabe:
Universitätsbibliothek Kassel, Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel
Physikalischer Standort:
Universitätsbibliothek Kassel, Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Sammlung Marfels
  • Einband
  • Vorsatzblatt
  • Leerseite
  • Titelblatt
  • Leerseite mit einer Unterschrift
  • Geschichtliches über die Entwicklung der Zeitmeßkunst
  • Anhaltspunkte zum Bestimmen des Alters von Taschenuhren
  • Sammlung Marfels
  • Publikation über die Sammlung Marfels
  • Leerseite
  • Nachsatzblatt
  • Farbkeil
  • Graukeil
  • Einband

Volltext

Wie vieler Jahrzehnte eine Neuerung oft be- 
darf, um sich durchzusetzen, beweist auch die Ge- 
schichte des Bügelaufzugs. Bereits im Jahre 1764 
ließ sich der Uhrmacher Frederick Kehlhoff in London 
eine Taschenuhr mit Außenaufzug — drehbarer Bügel- 
patentieren, aber erst der im Jahre 1843 erdachte Bügel- 
aufzug von Adrien Philippe in Genf vermochte, aller- 
lingsauchersteinigeJahrzehntespäter, sich einzuführen. 
Sehen wir so die Taschenuhren sich fortdauernd 
vervollkommnen, so ist auf der anderen Seite auch 
die Herstellung der Großuhren nicht zurückgeblieben. 
Ja, man darf wohl sagen, daß in den Sekunden- 
Pendeluhren die Uhrmacherkunst ihre größten 
Triumphe feiert. Werden doch heute in Glashütte 
in Sachsen astronomische Pendeluhren hergestellt, 
die so wenig differieren, daß ihre tägliche durch- 
schnittliche Abweichung nur 0,02 Sekunden beträgt. 
Was dies bedeuten will, mag die folgende Betrachtung 
lehren. Eine solche Uhr macht in der Minute 
60 Schwingungen, in einer Stunde somit 3600 und 
in einem Tage 86400. Da sie nun erst in 50 Tagen 
um I Sekunde = ı Schwingung differiert, so weicht 
die von ihr gezeigte Sekunde von der mathematischen 
Sekunde so wenig ab, daß die Abweichung erst bei 
1320000 Schwingungen - sich auf eine einzige 
Schwingung summiert. Gewiß eine unglaubliche 
Leistung unserer Präzisionsuhrmacherei! 
Die Frage liegt wohl nahe, wie man denn eine 
so kleine Differenz feststellen könne, ob denn ein 
noch genauerer Zeitmesser existiere. Dieser ist in der 
Tat vorhanden, und zwar in der Drehung der Erde 
um ihre Achse. Eine jede dieser Umdrehungen ist 
fast mathematisch so groß .wie die andere, bis auf 
das Millionstel einer Sekunde genau. 
Will man daher eine Uhr auf ihre Genauigkeit 
>rüfen, so hat man nur nötig, zu beobachten, wann 
irgend ein Fixstern an einer gewissen Stelle erscheint. 
beispielsweise an einem bestimmten Punkte eines 
5enachbarten Gebäudes oder in dem Fadenkreuze 
eines festgeschraubten Fernrohres; hat man diesen 
Zeitpunkt nach seiner Uhr festgestellt, so muß genau 
24 Stunden Sternzeit später, oder nach mittlerer
	        

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