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Über den Ursprung der Sprache

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Bibliografische Daten

fullscreen: Über den Ursprung der Sprache

Monographie

Persistente ID:
1499327718736
Titel:
Über den Ursprung der Sprache
Signatur:
340 Grimm Nr. Dr 205
Besitzende Institution:
Hessisches Staatsarchiv Marburg
Autor:
Grimm, Jacob
Erscheinungsort:
Berlin
Verleger/Verlag:
Akademie der Wissenschaften
Dokumenttyp:
Monographie
Sammlung:
Jacob Grimm (1785-1863) und Wilhelm Grimm (1786-1859)
Erscheinungsjahr:
1851
Umfang:
38 Seiten
Literatur:
Moritz, Werner: Verzeichnis des Nachlaßbestandes Grimm im Hessischen Staatsarchiv Marburg. - Marburg : Hitzeroth, 1988. - S. 50
Link:
https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=g111787
Copyright:
Hessisches Staatsarchiv Marburg / in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Kassel
Anmerkung:
Zahlreiche Anmerkungen Jacob Grimms im Text und auf den Innenseiten des Umschlags.
Sprache:
Deutsch
Weitere Titel:
Akademievorlesung vom 9.1.1851
Zusatz zum Hauptsachtitel:
gelesen in der Akademie am 9. Januar 1851
Jahr der Digitalisierung:
2017
Herkunft der digit. Ausgabe:
Kassel
Hersteller der digit. Ausgabe:
Dienstleister beauftragt vom Hessischem Staatsarchiv Marburg
Physikalischer Standort:
Hessisches Staatsarchiv Marburg

Volltext

über den Ursprung der spräche. 
9 
r 
und leicht ist wahrzunehmen, dafs je ausgebildeter jener kunsttrieb sich ent 
faltete, desto weniger solches abrichten von statten geht, die biene oder 
ameise wären für alle menschliche lehre unempfänglich, aber hund, pferd, 
rind, falke nehmen sie bis auf einen gewissen grad an und ergeben sich dem 
willen des menschen. alle jedoch, erliefse man sie dessen, würden gern 
in ihre natürliche Ungezwungenheit zurück kehren und das angelernte ver 
gessen. Das ganze thierleben scheint eine nothwendigkeit, aus der zuckende 
richtungen oder blicke der freiheit sie nicht vermögen loszureifsen. 
Die stimme mit welcher die thierweit für alle einzelnen geschlechter 
einförmig und unabänderlich ausgestattet wurde, steht demnach in unmit 
telbarem gegensatz zur menschlichen spräche, die immer abänderlich ist, 
unter den geschlechtern wechselt und stets erlernt werden mufs. Was der 
mensch nicht zu lernen braucht und alsobald in das leben tretend von selbst 
kann, das bei allen Völkern sich gleich bleibende wimmern, weinen und 
stöhnen oder jede andern ausbrüche leiblicher empfindung, das allein könnte 
dem schrei der thierischen stimme mit recht an die Seite gesetzt werden, 
das gehört aber auch zur menschensprache nicht, und läfst mit deren Werk 
zeugen sich eben so wenig als der thierlaut genau ausdrücken, nicht einmal unf*? 
vollständig nachahmen. 
Wir wollen dem für des naturlauts unverrückbarkeit beigebrachten r 
fall einen andern für das unangeborensein der menschensprache gegenüber ° 
halten und einmal setzen, dafs auf einem Schlachtfeld das neugeborne kind 
einer französischen oder russischen mutter aufgenommen und mitten in 
Deutschland erzogen würde; es wird nicht französisch, nicht russisch, son 
dern gleich allen andern hindern, unter welchen es erwächst, deutsch zu 
sprechen anheben, seine spräche war ihm nicht angeboren. 
Dieselben gleichgearteten menschen, die heute uns geboren bald alle 
laute und eigenheiten unsrer jetzigen spräche sich erwerben, würden vor 
fünfhundert oder tausend jahren zur weit gebracht eben so leicht und un 
vermerkt in den besitz alles dessen gelangt sein, was unsrer Vorfahren sprä 
che von der heutigen unterscheidet, die besonderheit jeder einzelnen spräche 
ist also abhängig von dem raum und der zeit, in welcher die sie übenden 
geboren und erzogen werdeu, raum und zeit sind anlafs aller Veränderungen 
der menschensprache, aus ihnen allein läfst sich die manigfaltigkeit und ab- 
weichung der einem quell entstammenden Völker begreifen, der heutige
	        

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