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Kurhessischer Kalender // Amtlicher Kalender für das Kurfürstenthum Hessen (1836-1845)

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Nutzungslizenz

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Bibliografische Daten

fullscreen: Kurhessischer Kalender // Amtlicher Kalender für das Kurfürstenthum Hessen (1836-1845)

Zeitschrift

Persistente ID:
1382947338432
Titel:
Adreßbuch von Kassel und Umgebungen
Signatur:
Verschiedene Signaturen
Erscheinungsort:
Kassel
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Zeitschriften
Sprache:
Deutsch
Physikalischer Standort:
Universitätsbibliothek Kassel, Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel

Band

Persistente ID:
1382947338432_1880
Titel:
Adreß-Buch von Kassel und Umgebungen
Signatur:
37 Hist.Wiss. 6784
Bandzählung:
Jg. 47.1880
Erscheinungsort:
Kassel
Verleger/Verlag:
Selbstverl. der Hrsg.
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Zeitschriften
Erscheinungsjahr:
1880
Sprache:
Deutsch
Zusatz zum Hauptsachtitel:
für das Jahr 1880
Jahr der Digitalisierung:
2015
Physikalischer Standort:
Universitätsbibliothek Kassel, Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Kurhessischer Kalender
  • Kurhessischer Kalender // Amtlicher Kalender für das Kurfürstenthum Hessen (1836-1845)
  • Einband
  • Leerseite
  • Kurhessischer Kalender 1836
  • Kurhessischer Kalender 1837
  • Kurhessischer Kalender 1838
  • Kurhessischer Kalender 1839
  • Amtlicher Kalender für das Kurfürstenthum Hessen 1840
  • Amtlicher Kalender für das Kurfürstenthum Hessen 1841
  • Amtlicher Kalender für das Kurfürstenthum Hessen 1842
  • Amtlicher Kalender für das Kurfürstenthum Hessen 1843
  • Amtlicher Kalender für das Kurfürstenthum Hessen 1844
  • Amtlicher Kalender für das Kurfürstenthum Hessen 1845
  • Leerseite
  • Graukeil
  • Einband

Volltext

34 
Maͤnner, wenn Ihr nur ahnen koͤnntet, wie viel 
Thraͤnen Ihr fließen macht, und wie viel edle Seelen 
sich wegen ruͤcksichtsloser Behandlung von Euerer 
Seite in Gram und Kummer verzehren, Ihr 
wuͤrdet schaudern vor der Blutschuld, die Ihr auf 
Euere Haͤupter ladet! Zweifelt Ihr daran? dann 
kennt Ihr das weibliche Gemuͤth nicht! Du bist 
ein wohldenkender, tuͤchtiger, allgemein geachteter 
Mann, Du liebst auch Deine Gattin, aber Dein 
froher, sorgloser Sinn macht, daß Du an Deine 
Frau meist nur denkst, wenn Du ihrer als Gesell⸗ 
schafterin oder als Oberaufsichterin Deiner Be⸗ 
dienung bedarfst. Sie soll dafür sorgen, daß 
das Hauswesen, so weit es die Bedienung Dei⸗ 
ner Person betrifft, stets in gehoͤriger Ordnung 
sei, sie soll Deiner harren, wenn Du vom Ge— 
schaͤftslokal oder Abends aus einer Maͤnnergesell⸗ 
schaft zuruͤckkehrst, und das wird jede liebende 
Battin gern thun. Aber was thust Du dagegen, 
um ihr Deine Liebe und Aufmerksamkeit zu be⸗ 
weisen? Daran denkst Du meist nicht; vielmehr 
muß sie noch den Verdruß, den Du oft aus den 
Seschaͤften, und die Langeweile, welche Du aus 
der Gesellschaft mitbringst, unverschuldet theilen, 
und wahrend der uͤbrigen Zeit uͤberlaͤssest Du sie 
ihrem Schicksale. Was ist davon die natuͤrliche 
Folge? Entweder gab ihr der Himmel ein wahres 
weibliches Gemuͤth, dann duldet sie stillschwei⸗ 
zend, sucht Dir zu verbergen, daß Du sie kraͤnkst 
und ihren Werth verkennst, und verbluͤht in Trauer 
vor der Zeit; oder sie hat einen leichten, selbst⸗ 
suͤchtigen Sinn wie Du, dann ist ihr Gesellschaft 
und Theater lieber als das Hauswesen, wo sie 
nur fuͤr Dich schaffen und leben und nur Deiner 
harren sol, sie uͤberlaͤßt die Kinder den Dienst— 
boten, und vernachlaͤssigt auch Dich, freilich wie 
Du es verdienst, aber das haͤusliche Gluͤck, die 
Erziehung der Kinder und somit euere beider— 
seitige Hoffnung fuͤr die Zukunft geht doch un⸗ 
wiederbringlich verloren. 
Wenn dieß nun schon baͤufig bei den Besseren 
unter den Maͤnnern der Fall ist, wie kann ich 
dann die mannigfachen Leiden aller derer schil⸗ 
dern, welche ihr Lebensgluͤck in minder gebildete 
und minder gute Haͤnde gelegt haben. Die wer— 
den von ihren Eheherrn gewissermaßen als eine 
Art von Maͤgden angesehen, welche woblfeiler sind, 
als gewoͤhnlsiche Dienstmaͤgde, da sie fuͤr einfache 
Kost und Kleidung vom Morgen bis zum Abend 
schaffen und arbeiten muͤssen, ohne kuͤndigen zu 
koͤnnen. Tage vergehen, ohne daß ein freund⸗ 
licher Blick sie erheitert, ohne daß ein zutrauliches 
Wort sie erfreut; und wehe einer solchen, wenn 
sie zur unrechten Stunde den gestrengen Ehege⸗ 
mahl um etwas angeht, wenn sie ihn wegen un⸗ 
geeigneter haͤuslicher Einrichtungen Vorstellung 
macht, wenn sie bei augenscheinlicher Vernach⸗ 
laͤssigung oder Verschwendung es wagt, an die 
Verwaltung dessen, was sie sich und ihren Kindern 
zu erhalten schuldig ist, gelegentlich zu erinnern: 
ein heftiges, ein abstoßenbes oder ein bit— 
teres Wort, welches wie ein zweischneidige⸗ 
Schwert zum weiblichen Herzen dringt, ist der 
kohn fuͤr die Aufopferung eines ganzen Lebens; 
und wenn selbst das Wort noch unterdruͤckt wird, 
so ist doch der Unmuth, der sich augenblicklich um 
die Stirn des Hausherrn lagert, das stoͤrrischt 
Wesen, welches sich alsbald des Gebieters be— 
maͤchtigt, und die uͤble Laune, die nun Alles trifft, 
wvas sich ihm naͤhert, ein starker Fingerzeig, dat 
drohende Ungewitter nicht durch eine wiederholtt 
Frage zum Ausbruch zu bringen. Und glaubt Ihr 
etwa, ich uͤbertreibe die Sache, ich trage die Far— 
ben zu grell auf? Leider ist Alles, was ich sage 
nur das Ergebniß meiner eignen Beobachtung, 
und wenn Ihr an der Wahrheit zweifelt, dam 
beobachtet nur die Euch bekannten Familien mi 
Aufmerksamkeit, und macht daraus den Schluß 
daß es bei Euch auf aͤhnliche Weise hergeht. Ar 
Andern werdet Ihr die Wahrheit leichter erken 
nen als an Euch selbst, denn sich selbst unparteiisd 
zu beobachten, das ist schwerer, als daß ich et 
Euch mit Erfolg zumuthen duͤrfte. Aber das 
wuͤnsche ich, daß Ihr zum neuen Jahre wenigstent 
den Versuch machet, und wenn er Euch gelingt 
dann verspreche ich Euch, daß Ihr den dießjaͤhriger 
Kalender nicht ohne Nutzen werdet gelesen haben. 
Schließlich muß ich aber auch noch den lieben 
Frauen, deren Sache ich so aufrichtig und ange 
legentlich fuͤhre, eine Frage an das Herz legen: 
Erpreßt nicht auch Ihr durch unzeitige Strenge 
durch unbillige Auforderungen und duͤrch nutzlost 
Quaͤlerei manche bittere Thraͤne, und verkuͤmmer! 
nicht auch Ihr manchem huͤlflosen Wesen nod 
hartherzig sein aͤrmliches Dasein? Ich meine, uͤbl 
Ihr nicht in Beziehung auf Euere Dienstboten 
paͤufig dasselbe tyrannische Hausregiment, dhesset 
Dopfer Ihr seid dem Maͤnnergeschlechte gegenuͤber! 
Ist es nicht vielleicht der raͤchende Arm der Vor 
sehung, der Euch die schwere Hand der Haus— 
herrschaft so druͤckend fuͤhlen laͤßt, weil Ihr de— 
Theil derselben, der Euch zugetheilt ist so ruͤd 
sichtslos und unbarmherzig ausuͤbt? Wollte id 
hier die Einzelnheiten ausmalen, die so vielen vor 
—ADDO 
heit dessen nicht in Abrede stellen koͤnnen, was 
aus dieser Schattenseite des weiblichen Waltend 
an das Tageslicht gefoͤrdert werden koͤnnte. Abel 
ich vertraue lieber Euerem bessern Selbst, und e— 
duͤrfte wohl schon ein Fingerzeig genuͤgen, un 
Euch zu vermoͤgen, in dem neuen Jahre den Stand 
der Dienstbarkeit von dem schmerzlichsten Stachel 
von der hartherzigen und gefuͤhllosen Be— 
handlung zu befreien, mit welcher mauchem fein⸗
	        

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