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Gudensberg

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Bibliografische Daten

fullscreen: Gudensberg

Monographie

Persistente ID:
1349437746157
Titel:
Gudensberg
Autor:
Zwingmann, Hilde
Erscheinungsort:
Gudensberg
Verleger/Verlag:
Magistrat der Stadt Gudensberg
Dokumenttyp:
Monographie
Sammlung:
Schwalm-Eder-Kreis
Erscheinungsjahr:
2000
Ausgabebezeichnung:
3. Aufl.
Umfang:
208 S.
Anmerkung:
Gedruckte Ausgabe in 1. Aufl. 1990: 37 Hass 1990 A 2506. - Pflichtexemplar
Sprache:
Deutsch
Zusatz zum Hauptsachtitel:
Gesichter einer Stadt
Jahr der Digitalisierung:
2012
Herkunft der digit. Ausgabe:
Kassel
Hersteller der digit. Ausgabe:
Universitätsbibliothek Kassel, Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel
Physikalischer Standort:
Universitätsbibliothek Kassel, Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Gudensberg
  • Einband
  • Titelblatt
  • Impressum
  • Vorwort
  • Blick auf die Gudensberger Altstadt im Jahre 1988 nach einer Zeichnung von Klaus Roth
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • Die Anfänge
  • Vom Mittelalter zur Neuzeit
  • Wichtige Institutionen der Stadt und ihre geschichtlichen Wurzeln
  • Das Leben in Gudensberg zu Beginn des 20. Jahrhunderts
  • Das Wilhelminische Zeitalter
  • Bauern und Gesinde
  • Tagelöhner und Arbeiter
  • Das Handwerk
  • Kaufleute, Handel und produzierendes Gewerbe
  • Der Steinbruch am Lamsberg
  • Spinnstuben und Kirmessen oder: Wie lerne ich einen tüchtigen Burschen kennen?
  • Not und Elend im I. Weltkrieg
  • Zwischen Demokratie und Diktatur
  • Der Nationalsozialismus und seine Folgen
  • Wohnen in Gudensberg
  • Die Gudensberger Stadtteile
  • Gudensberg lädt zum Verweilen ein
  • Anhang

Volltext

In Gudensberger Spinnstuben ging es lustig zu. Man erzählte sich die seltsamsten 
Geschichten; Hexen- und Spukgeschichten waren besonders begehrt. Auch diskutier- 
ten die jungen Leute über aktuelle Ereignisse. Bei der Handarbeit sangen die Mäd- 
chen. Kamen sie aus den umliegenden Dörfern, brachten sie oft neue Lieder mit, die 
dann auch die Gudensberger lernten. Man spielte 'Schlapp hat den Hut verl0ren', '50 
reicht der Schneider die Schere weiter' und andere Gesellschaftsspiele. Man lachte, 
scherzte und erzählte sich Witze. Natürlich wurde auch viel Schabernack getrieben. 
Die Burschen versteckten die Strickbeutel und die Schlüssel der Mädchen. Hatte ein 
Bursche bei einem Spiel einen Pfand verloren, so mußte er mitunter ein Mädchen mit 
der Schubkarre durch die Stadt fahren, Säcke schleppen, in denen schwere Gegen- 
stände versteckt waren oder andere Albernheiten verrichten. Meist hielten sich die 
Spinnstubengäste an die Spielregeln. Wer nicht mitspielte, der wurde gehänselt. 
Die Mädchen organisierten solche Spinnstuben, die jeden Abend - außer am 
Wochenende - stattfanden. Traf man sich heute bei 'Marie', so fanden sich die jungen 
Leute morgen bei 'Lisbeth, und übermorgen bei 4Kathrin' ein. Am Nachmittag wur- 
den "Schmalzkreppel, für den Abend gebacken. Wenn frisch geschlachtet war, gab es 
auch Bratwurst und andere Leckereien vom Schwein. Die Burschen brachten eine 
Flasche 4Nordhäuser' (Korn - ein Liter kostete 80 Pfennig!) mit. Manchmal spendier- 
ten sie auch ein kleines Päckchen Bohnenkaffee, den die Mädchen dann gegen 21 
Uhr aufbrühten. Mädchen und Burschen aßen und tranken nach Herzenzlust. Gele- 
gentlich wurde auch das 'Hausmütterchen trocken' getrunken, was bedeutete, daß es 
kein Wasser mehr gab, denn viele Haushalte besaßen noch keine Hausanschlüsse. 
Nach dem Kaffeetrinken bildeten die jungen Leute 'bunte Reihen} d. h., Mädchen 
und Burschen setzten sich zusammen, und oft wurde dabei der Partner füris Leben 
gefunden. Denen, die keinen Kontakt fanden, half der 'Frechesmann' (Heiratsver- 
mittler). Das waren in Gudensberg gewöhnlich die Schuster, Schneider oder auch die 
Versicherungsagenten. Letztere besuchten viele Haushalte und lernten folglich die 
Verhältnisse in den Familien sehr bald kennen. Und dem Schneider oder Schuster 
wurde des öfteren das eine oder andere Problem erzählt. 
"Schorsche Geiser' beispielsweise verstand es ausgezeichnet, die jungen Leute zusam- 
menzubringen. Ausgesprochen interessant war es, solch einem Gespräch beizuwoh- 
nen. Kam ein Mädchen zum Schuster, so fragte dieser sie aus. Wie es mit der Arbeit 
stünde, wie alt sie denn wäre und ob noch keiner gekommen sei, sie zu heiraten? Das 
Mädchen verneinte. Der Schuster besann sich. In Obervorschütz, so erklärte er dem 
Mädchen, wüßte er einen ordentlichen Burschen, der nicht saufen würde. Fleißig sei 
er auch, nur etwas stille. 'Besser als ein Luftikus", entgegnete das Mädchen. Der 
Schuster fragte, ob er ein freundliches Wort für sie einlegen solle. Als nun das Mäd- 
chen bejahte und der Bursche aus Obervorschütz seine Schuhe abholte, da schickte 
ihn der Schuster zur Spinnstube.
	        

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