Volltext: Ueber deutsche Runen

© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 82 
Namen der Runen erklärt und seiner 
Merkwürdigkeit wegen sammt einer Ueber» 
sctzung in der Beilage (A.) mitgetheilt 
ist. Ich habe folgendes zu diesem Al» 
phabct zu bemerken: bei D und M sind 
die zwei lateinischen Buchstaben jedesmal 
zusammen beigesetzt, was aber nichts an 
ders andeuten soll, als daß beide Runen 
in ihrer Gestalt so ähnlich sind, daß eine 
für die andere könnte angesehen werden. 
Bei dem Sylbenzeichcn ing steht auf der 
andern Seite, wo der Name vorkommen 
und das Wort wiederholt werden sollte 
der Schreibfehler iug. ear die 5" Rune ^ 
vor der letzten bedeutet suris und ist eben» 244 .tyS- 
so in den beiden andern Alphabeten ge 
schrieben, sic soll den Diphthonglaut ea 
anzeigen; seltsam aber ist, daß noch ein tkr 
dabei steht (wie im zweiten Alphabet dar 
über) und auf der andern Seite car. 
Man würde geneigt seyn, darin einen 
Schreibfehler für ear zu sehen, wenn 
nicht in der Wiener Hands.-77. zar vor-
	        
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