Volltext: Friedrich A. W. Murhard, (1778 - 1853), Staatsrechtler und politischer Publizist im vormärzlichen Liberalismus (Teil 1)

Gegner, besonders gegen den "geschlossenen Handelsstaat". 
Was-Murhard immer wieder zu Rousseau zurückführt, ist der 
von niemandem als dem jungen Fichte leiden/schaftlicher 
verkündete Freiheitsgedanke des mündigen Volkes, sand die 
entbundenen Kräfte, aus derUnaill barkeit der Volksseele 
&aulgeigend.! (>= )ıMurhard hat jedochikeinesfallst’inıden 
Elementen den großen Genfer voll erkannt, geschweige sie 
zu einer sozialpolitischen Staatskonzeption verdichtet. 
Doch" Murharö gehört zu. denen, dieimit solchen Vorstellungen 
die tTeädankenwelt des Frülibezmalismus vorwärts getrieben 
haben. 
Aus den kreisen dieser Älteren zieht W.v.Humboldt Murhard 
besonders an. Er ist für Murhard auf Grund der Humbolädts zw 
schen Ideen über Staatsverfassung durch die französischen 
Revolution veranlaßt. und der Idsen zu einem Versuch, die 
Grenzen der Wirksamkeit des Staates zu bestimmen (entstan= 
aen 1792, dosthum ediert‘ 1851)6i. derireinste Vertreter der 
Rousseauschen Freiheitsidee, gewandelt zum höchsten Indi= 
vidualiemus. Jeder Zingriff in die: Sphäre des Individuums 
belastet das Ganze und verdammt es schließlich zur Steri= 
lität. Der echte freie Bürger steht auf der höchsten 
Sprosse des Menschentums.
	        

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