Full text: Zissel (1939, 1949-1951)

1. Was en echter Kasseläner äss, der äss kin Itschendilg, 
der suckelt die Nadierlichkeit schon mit der Muddermilch. 
Wer bier so hochgestochen dubt, sich was Besonn’res glauwt 
der äss mit Fullewasser nit, der äss nit hier getauft. 
Un wer uns Pulwerköppe schimpd, der äss en blöder Klobn, 
der hört de raube Sproche wobl, doch nit den echten Ton. 
REFRAIN: 
Mä bonn’s, mä konn’s, mä fabren uff der Fulle mit en Stunz. 
Un mä bliewen unserm Zissel treu, Fullewasser, Fullewasser, hoi boi hof, 
alles Ann’re äss uns einerlei, Fullewasser, Fullewasser, hoi hoi hof. 
2. De ablen Kneipen sinn nit mehr, das Derfchen äss lädiert, 
in unsen Schmeckewöhlerchen, dob bot wer rumgeriebrt. 
Wer kennt de Pommeranze noch, des sied’ne Strimbchen gar? 
Des Unkraut wuchert drüwer bin, wo einst de Filzlaus war. 
Doch wenn so'n abler Name klingt, dann steigt die able Zitt 
lebendig uss den Trimmern uff, vergessen äss se nit. 
3. Der able Herrgott lewet noch, könnt-och verlossen druff, 
un langsam aber sicher, bau’n mä Kassel widder uff. 
Is einer in der Frembde dann, ganz widd von Kassel weg, 
dann soll er obne Schämbde sabn: „Das äß min Heimatfleck!’ 
Un wo sich zwei begegnen dub’n, die bier von Kassel sinn. 
dob rufen se sich’s Wertchen zu, denn dob liegt alles drin. 
Text: Aja Kronibus 
Musik: Ludwig Maurick 
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