Full text: Der alte Nettelbeck

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Nettelbeck. Von dort eilte Gneisenau den Fran 
zosen im Fluge nach, allein da war an kein Halten mehr 
zu denken, sie liefen bis hinter Paris, und wir zogen zum 
zweitenmale als Sieger ein. 
Wilhelm. Das ist herrlich, das ist herrlich. 
Nettelb eck. In 14 Tagen war der Krieg ange 
fangen und beendet, kaum war dir Nachricht von dem 
Ausbruch der Feindseligkeiten an das östliche Ende der 
Monarchie angekommen, als man an den westlichen Gren 
zen schon die Vernichtung des Feindes feierte. 
Ferdinand. Das ist schnell gegangen. 
Nettelbeck. Ja wohl, ihr seht daraus, wie noth 
wendig es ist, wenn alle waffenfähige Männer gut aus- 
exercirt sind, sie können dann schnell zu den Waffen greifen, 
den Feind schlagen, und das Land empfindet dann wenig 
von den Leiden des Krieges. 
Die Franzosen mußten zur Strafe ihrer Treulosigkeit 
große Summen Geldes bezahlen, und zu dem, was man 
ihnen schon im vorigen Jahre abgenommen hatte, auch 
manches herausgeben. So hat Deutschland alles wieder 
erhalten, was es seit 30 Jahren verloren hatte, und noch 
die Festungen Landau und Saarlouis obendrein. 
Unser König hat von dem französischen Gelde die 
Festungen Coblenz und Cöln am Rheine, und Minden 
an der Weser bauen lassen, so daß wir von jener Seite 
nichts mehr zu fürchten haben. 
Allein um den Frieden zu erhalten, müssen wir stets 
den Nachbaren, die etwas Böses gegen uns im Schilde 
führen, zeigen, daß wir noch dieselben Preußen sind, die 
ihren König, ihr Vaterland und die Ehre höher achten, 
als ihr Leben. Wir können dies am besten, wenn wir
        

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