Full text: Der alte Nettelbeck

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Fritz. Nun, wird nicht bald ein ordentliches Gefecht 
mit dem ganzen Corps, und nicht blos mit einzelnen Pa 
trouillen angefangen werden? 
Heinrich. Es wäre wohl dazu gekommen, aber 
auf einmal trat der Waffenstillstand ein. Nun ward mein 
Bruder abgerufen, um endlich sich zum Lützow'schen Corps 
zu begeben. Er zog sich, nachdem er 3 Wochen im Rücken 
des Feindes ganz unabhängig gewirthschastet hatte, zur 
preußischen Armee, welche zuerst bei Reichenbach, dann 
bei Strehlen stand. Erst jetzt bekam er eine förmliche 
Marschroute für sein kleines Corps, und erfuhr, wo Lützow 
stand. Er hatte dorthin den ungeheuren Marsch bei 
Breslau vorbei über Rawicz, Fraustadt, Züllichau, Frank 
furt und Berlin nach Nauen zu machen. Während die 
andern den Waffenstillstand zu ihrer Ausbildung benutzen 
konnten, mußte er beständig marschiren, den Kriegscommissär 
und den Feldwebel machen. In Nauen endlich ward die 
Compagnie meines Bruders dem Corps einverleibt, und 
die Eskadron kam nach. Es waren im Ganzen gegen 300 
Mann mit 7 Ofsicieren, die alle vom König bestätigt 
worden sind. 
Wilhelm. Nun konnte dein Bruder doch endlich 
ausruhen. 
Heinrich. Daran war nicht zu denken. Nun mußte 
tüchtig exercirt werden, darauf freute sich auch mein 
Bruder. Allein dies dauerte nur 7 Tage, und da kann 
man nicht viel lernen. Der Waffenstillstand ging zu 
Ende, das Corps brach auf und zog nach Mecklenburg. 
In Lauenburg stand er 2 Tage, als die Franzosen an 
rückten. Allein der brave Lützow hatte seine Maßregeln 
so gut genommen, daß 2 schwache Bataillons mehrere
	        

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