Full text: Der alte Nettelbeck

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aber mit all dem Anordnen so viel zu thun, daß er selbst 
sehr wenig exerziren konnte. Doch hoben seine Patrouillen 
manchen Franzosen auf, und verjagten auch im Rücken 
der Franzosen manchen schwach bedeckten Transport. Die 
Wagen mußten oft stehen gelassen werden, aber die Pferde 
wurden aufgefangen. Da er nun seine Compagnie voll 
zählig und mit Z selbstgemachten Ofsicieren besetzt hatte, 
benutzte er diese Beute Pferde, wozu er noch einige von 
seinen eignen dazu gab, um auch eine Esquadron Cavalle- 
rie zu errichten. 
Wilhelm. Davon konnte er ja auch nichts ver 
stehen. 
Heinrich. Freilich wohl, allein, ein ehemaliger 
Preußischer Cavallerieofficier suchte damals eine Anstellung, 
diesem übergab Ferdinand seine Eskadron, und ernannte 
dafür auch noch 2 Ofsiciere. Geld gab er selbst zu dem 
nothdürstigsten Zaumzeug. Sattel schenkten die braven 
Schlesier der Umgegend, wenn sie auch nicht sehr paßten; 
doch wenn mein Bruder einen tüchtigen Kerl mit einer 
Lanze darauf setzte, so konnte er von weitem immer für 
einen Kosacken gehalten werden. 
Wilhelm. Hatte denn die Compagnie Waffen 
genug? 
Heinrich. Eigentlich wohl nicht. Den im schlesi 
schen Gebirge aufgefangenen Franzosen waren zwar manche 
abgenommen worden, diese mit den früher erhaltenen und 
selbst angekauften machten etwa 180 Feuergewehre aus. 
Allein sie waren von verschiedenem Kaliber. 
Carl. Was ist das? 
Heinrich. Eins schoß eine große, das andre eine 
kleine Kugel, und der Ueberrest mußte gar mit Piken be 
waffnet werden.
        

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