Full text: Der alte Nettelbeck

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aufgeregt, und merkten nur an, daß heute so wenig als 
gestern, um die Zeit, da das Feuer aufgegangen, irgend 
ein feindliches Geschoß in Thätigkeit gewesen sei. 
Wilhelm. Was that denn der Feind vor der 
Stadt? 
Nette!deck. Bis zum 19. März beschäftigten sich 
die Belagerer vornehmlich mit Einrichtung ihrer Lager, 
mit Festsetzung in der Altstadt und mit Schlagung einer 
Verbindungsbrücke über die Persante, und je mehr sich 
Truppen hieherwarts bewegten, um so weniger war es 
zu bezweifeln, daß ihre Absichten auf Gewinnung der 
Schanze auf dem Kauzenberge gerichtet seien. Am frühen 
Morgen jenes Tages hatte der gedrohete Angriff wirklich 
statt. Es gab das erste anhaltende Feuer aus grobem 
Geschütz und kleinem Gewehr in dieser Belagerung. An 
fall und Vertheidigung waren in gleichem Maße heftig: 
aber nur zu, bald mußte die Besatzung der Uebermacht 
weichen. 
Rasch und besonnen benutzte der Feind auf der 
Stelle seine erlangten Vortheile. Rechtshin griff er zu 
gleich unsre Schanze auf dem Strickerberge mit solchem 
Nachdruck an, daß das Feuer aller unsrer Batterien, wie 
heftig es auch unterhalten wurde, dagegen kaum ausreichte. 
Abends gegen 6 Uhr mußten die Grenadiere, welche bis 
dahin die Schanze mit Entschlossenheit vertheidigt hatten, 
sich durch eine Abtheilung Freiwilliger des Schill'schen 
Corps ablösen lassen, und diesen glückte es, sich darin 
noch 48 Stunden zu behaupten, — ja noch gleich in der 
nächsten Nacht eine neue Schanze auszuwerfen, wodurch 
der Damm noch besser bestrichen und die Feinde an der 
Annäherung verhindert wurden.
	        

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