Full text: Der alte Nettelbeck

Achtzehnter Abend. 
Heinrich. Nun, Vater Nettelbeck, wie ging es 
mit dem Stadtleben? 
Ferdinand. Der unruhige Seemann wollte wohl 
gar nicht zu dem ruhigen Bürgersmann passen? 
Nettelbeck. Freilich war mir das Leben auf dem 
Lande ganz ungewohnt, da das Wasser eigentlich mein 
Element geworden war. Allein alles, was man muß, 
und was man will, kann man. Bald war ich in meinem 
neuen Geschäft eben so zu Hause, wie früher auf dem 
Schiffe, und man war recht zufrieden mit mir: so daß 
ich auch in meiner bürgerlichen Nahrung mein Aus 
kommen hatte. 
Wilhelm. Es freuet mich recht, daß Vater Nettel 
beck jetzt nicht mehr beständigen Gefahren ausgesetzt ist; 
allein um so weniger giebt's jetzt zu erzählen. 
Nettelbeck. Nun, ganz ohne Gefahr meines 
Lebens blieb ich doch auch wahrend jenes ruhigen Zeit 
raums nicht immer. Ich will euch gleich erzählen, wie 
ich im Jahr 1784 beinahe zu Pferde in der See umge 
kommen wäre. 
Fritz. Zu Pferde in der See? das ist doch son 
derbar.
        

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