Full text: Der alte Nettelbeck

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Fritz. Wenn cs aber Andre schon verlassen hatten, 
weil sie dies Schiff nicht mehr regieren konnten, wie war 
es denn jetzt möglich? 
Nettelbeck. Hört nur, wie wir es machten: 
Wir nahmen in unserm Boote ein Lau mit, und 
befestigten es am Vordertheil jenes Schiffs, hingen das 
andre Ende des Schlepptaues in unser Hintertheil, und 
richteten nunmehr mit unsrer neuen Last den Kurs auf 
Norwegen zu. Freilich hatten wir, da der Wind von 
hinten kräftig in unsre Segel blies, uns Rechnung gemacht^ 
den Weg dahin rasch zurückzulegen: allein unsre nachge 
schleppte Prise ging so tief und drückte so schwer, daß 
wir binnen einer Stunde kaum eine Viertelmeile fort 
rückten. 
Ueberdem war auf den Bestand von Wind und 
Wetter keinen Augenblick zu rechnen; und so schien es 
am gerathensten, ein Unternehmen lieber freiwillig aufzu 
geben, welches, selbst im glücklichsten Falle, eine unange 
messene Zeitversäumniß erforderte, leicht aber auch mich 
gegen meinen Rheder und Befrachter einer schweren 
Verantwortlichkeit bloß stellen konnte. 
Dies geschah; wir ließen das Wrack treiben, ohne 
daß uns möglich gewesen wäre, weitere Kundschaft von 
seinen nähern Umständen einzuziehen. 
Heinrich. Was ist aus dem Schiff geworden? 
Nettelb eck. Auf jeden Fall ist es bald darauf 
gesunken, denn es war schon viel Wasser eingedrungen. 
Carl. Wo war es her? 
Nettelbeck. Wir durften uns bei Befestigung des 
Schlepptaues nicht lange, des Sturmes wegen, aushalten, 
fanden es aber mit Holz beladen, und sahen, daß es ein 
holländisches Schiff war.
	        

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