Full text: Das "Iatromathematische Hausbuch" in seiner bisher ältesten Fassung

Da« Dachauer « Iatro» a thematische Hausbuch» 
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5 TEXTEINRICHTUNG 
5.1 Vorbemerkungen 
Die Wahl einer für den Text geeigneten Editionstechnik wurde dadurch 
erschwert, daß die Zahl der fiusgaben frühneuhochdeutscher Schriftwerke 
weitaus geringer ist als die mittelhochdeutscher Texteditionen ; darüberhinaus 
gibt es für die ersteren bisher keine normalisierte Orthographie. Ganz im 
Gegenteil: uon germanistischer Seite wird mit Recht immer häufiger die 
Beibehaltung der originalen Graphie in der Edition gefordert. Die« betrifft 
nicht allein die Schreibvarianten, sondern auch die Kürzel und ftbkürzungen, 
die Groß- und Kleinschreibung, sowie die Zusammen- und Getrenntschreibung. 
Diese zu berücksichtigenden Grundprinzipien hat schon Reichmann 1 in einem 
einleuchtenden Artikel dargelegt und nach ihm Brévart 2 mit Erfolg angewandt. 
Mit der vorliegenden Ausgabe soll noch ein weiterer Schritt gemacht wer 
den. Es ist das gewagte Unterfangen beabsichtigt, zwei auf den ersten Blick 
unvereinbare Grundsätze möglichst in Einklang zu bringen : 
1. den aus verschiedenen Interessenkreisen stammenden modernen 
Leser (z.B. den Medizinhistoriker, Vissenschaftshistoriker, Neu 
philologen) mit einer optimalen Textlesbarkeit zu versorgen; 
2. die originale Schreibweise der Hs. möglichst weitgehend zu 
bewahren. 
Ein solches Unternehmen konnte nicht ohne gewisse Eingriffe in den Text 
durchgeführt werden. Diese Eingriffe sollten jedoch auch für den Leser sofort 
erkennbar sein. 
1. Rotehmom (1978) ,337-36». 
2. Brévart (1900), b©6. xxiv-xxvl.
	        

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